Wie schon angekündigt steht meine Reise zum zweiten Kontinent in diesem Jahr vor der Tür. Am 5. Juli gehts abends in Frankfurt los über Singapur und Sydney nach Melbourne. Dort verbringen wir dann einige Tage in australischen Gastfamilien bevor es zum Weltjugendtag nach Sydney geht. Auf dieses Event habe ich mich schon seit drei Jahren gefreut und in 10 Tagen ist es endlich so weit! Nach dem Weltjugendtag werde ich noch zusammen mit einer Freundin für 4 Wochen als Backpacker durch Australien ziehen: wenn schon - denn schon ;-)
Einige Auszüge aus unserer Route: Sysdeny - Brisbane (mit Aufenthalt auf der größten Sandinsel der Welt) nach Cairns. Dort dann schnorcheln am Great Barrier Reef und den Regenwald erkunden. Weiter nach Alice Springs, wo wir eine Camping Tour um den Uluru (Ayers Rock) machen werden. Von da weiter nach Adelaide und wieder zurück über Sydney - Singapur nach Frankfurt. Einige Highlights erwarten uns und wir sind schon sehr gespannt auf diese Tour!
Ich weiß nicht wie regelmäßig ich es schaffe hier reinzuschreiben, kann also nichts versprechen, und ganz ehrlich: wenn ihr die Wahl hättet zwischen nem kilometerlangen Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen - oder nem kleinen heißen Internetcafé..... ;-)
Also, bis ich endlich abhebe müssen noch einige organisatorische Dinge geklärt werden, bin dieses Mal sehr spät dran mit den ganzen Dingen wie Visa, Ausweise, etc.... aber das wird schon!
Viele Grüße in die weite Welt!
Ratze
Donnerstag, 26. Juni 2008
Freitag, 28. März 2008
Wieder daheim....
+++ Eine unvorstellbar schöne Reise +++ KALT!!!! +++ Uni-Alltag +++ noch 3 Monate bis Australien +++
Moin zusammen,
seit gestern bin ich wieder zurück im kalten (!) Deutschland, hatte ja eigentlich ein bisschen auf Frühling gehofft, stattdessen jetzt dicke Jacken und Winterschuhe. Aber der Sommer kommt bestimmt bald!
Meine Reise mit Jan-Bernd und Mark war einfach nur super! Ich hätte nie gedacht, dass Südafrika so unterschiedliche Plätze zu bieten hat. Neben den vielen Menschen, die wir getroffen haben und den vielen verschiedenen Kulturen ist auch die Landschaft total beeindruckend und sehr unterschiedlich. Nachdem wir im Blyde River Canyon durch Schluchten und über Bergpässe gefahren sind und für ein paar Tage hunderte von Tieren (darunter auch 4 der "Big Five" - die Leoparden haben sich einfgach zu gut versteckt!) im Krüger Nationalpark gesehen hatten, ging es weiter durch das kleine Swaziland nach St. Lucia an die Ostküste. Der Indische Ozean war so warm, dass es gar keine richtige Abkühlung bei den über 30 Grad heißen Temperaturen mehr war. Danach ging es für zwei Tage in die Berge an die Grenze zu Lesotho, wo ich bei einem Tagestrip das Mittagessen bei einem atemberaubenden kilometerweiten Ausblick genießen konnte.
Danach rief uns das Meer wieder und so ging es erst nach Coffee Bay (ein kleiner gemütlicher Ort mit sagenhaften Klippen im Meer und Delphinen) und danach nach Jeffreys Bay, wo wir unsere ersten Surf-Versuche machten. Nachdem dann das Wetter im Tsitsikamma Nationalpark (Hiken an der Küste mit Höhlen und Wasserfällen) nicht so gut war, und wir uns einen Tag in Buffalo Bay (ein Ort der quasi nur aus einem Hostel und kilometerlangen feinen Sandstränden besteht) erholt hatten, waren wir am südlichsten Punkt Afrikas (dem Cape Agulhas) bevor wir am Ende dann die letzten Tage in Kapstadt verbracht haben.
Soweit nur der Schnelldurchlauf, in insgesamt 21 Tagen haben wir über 4500 km mit unserem Mietwagen zurückgelegt (mit nur einer Jack Johnson CD) und soviel gesehen und erlebt, dass ich noch einige Zeit brauchen werde, um all das zu verarbeiten und auch die Fotos zu sortieren. Ihr seid alle eingeladen in unserer WG in Oldenburg vorbeizukommen um Tee zu trinken und euch über ein sehr schönes und interessantes Land vorschwärmen zu lassen!
Leider geht es jetzt wieder non-stop ins Uni Leben, da ja nur ein sehr kurzes (und daher leider um so arbeitsreicheres) Sommersemester vor mir liegt. Am 5. Juli geht bereits wieder mein Flieger nach Melbourne, von wo aus ich meinen 6-wöchigen Australien Urlaub starten werde. Alle die spätestens jetzt neidisch sind, sind dies zurecht und alle die einen freien Job für mich haben, dürfen sich gerne bei mir melden (Reisen ist teuer!).
Euch allen einen guten Start ins Semester und einen hoffentlich baldigen heißen Sommer! Ich werde versuchen, wieder aus Australien zu berichten.
Viele Grüße!
Ratze
Moin zusammen,
seit gestern bin ich wieder zurück im kalten (!) Deutschland, hatte ja eigentlich ein bisschen auf Frühling gehofft, stattdessen jetzt dicke Jacken und Winterschuhe. Aber der Sommer kommt bestimmt bald!
Meine Reise mit Jan-Bernd und Mark war einfach nur super! Ich hätte nie gedacht, dass Südafrika so unterschiedliche Plätze zu bieten hat. Neben den vielen Menschen, die wir getroffen haben und den vielen verschiedenen Kulturen ist auch die Landschaft total beeindruckend und sehr unterschiedlich. Nachdem wir im Blyde River Canyon durch Schluchten und über Bergpässe gefahren sind und für ein paar Tage hunderte von Tieren (darunter auch 4 der "Big Five" - die Leoparden haben sich einfgach zu gut versteckt!) im Krüger Nationalpark gesehen hatten, ging es weiter durch das kleine Swaziland nach St. Lucia an die Ostküste. Der Indische Ozean war so warm, dass es gar keine richtige Abkühlung bei den über 30 Grad heißen Temperaturen mehr war. Danach ging es für zwei Tage in die Berge an die Grenze zu Lesotho, wo ich bei einem Tagestrip das Mittagessen bei einem atemberaubenden kilometerweiten Ausblick genießen konnte.
Danach rief uns das Meer wieder und so ging es erst nach Coffee Bay (ein kleiner gemütlicher Ort mit sagenhaften Klippen im Meer und Delphinen) und danach nach Jeffreys Bay, wo wir unsere ersten Surf-Versuche machten. Nachdem dann das Wetter im Tsitsikamma Nationalpark (Hiken an der Küste mit Höhlen und Wasserfällen) nicht so gut war, und wir uns einen Tag in Buffalo Bay (ein Ort der quasi nur aus einem Hostel und kilometerlangen feinen Sandstränden besteht) erholt hatten, waren wir am südlichsten Punkt Afrikas (dem Cape Agulhas) bevor wir am Ende dann die letzten Tage in Kapstadt verbracht haben.
Soweit nur der Schnelldurchlauf, in insgesamt 21 Tagen haben wir über 4500 km mit unserem Mietwagen zurückgelegt (mit nur einer Jack Johnson CD) und soviel gesehen und erlebt, dass ich noch einige Zeit brauchen werde, um all das zu verarbeiten und auch die Fotos zu sortieren. Ihr seid alle eingeladen in unserer WG in Oldenburg vorbeizukommen um Tee zu trinken und euch über ein sehr schönes und interessantes Land vorschwärmen zu lassen!
Leider geht es jetzt wieder non-stop ins Uni Leben, da ja nur ein sehr kurzes (und daher leider um so arbeitsreicheres) Sommersemester vor mir liegt. Am 5. Juli geht bereits wieder mein Flieger nach Melbourne, von wo aus ich meinen 6-wöchigen Australien Urlaub starten werde. Alle die spätestens jetzt neidisch sind, sind dies zurecht und alle die einen freien Job für mich haben, dürfen sich gerne bei mir melden (Reisen ist teuer!).
Euch allen einen guten Start ins Semester und einen hoffentlich baldigen heißen Sommer! Ich werde versuchen, wieder aus Australien zu berichten.
Viele Grüße!
Ratze
Dienstag, 4. März 2008
Ab jetzt heisst es: Urlaub!!!
+++ Apartheid Museum +++ Abschied in Soweto +++ Vorfreude auf den Urlaub +++
Moin zusammen,
da waere ich nun, um meinen letzten Eintrag in diesem Blog aus dem Computer Raum der Wits Universitaet zu schreiben. Nachdem ich am Sonntagmorgen zusammen mit Fiona und Lingh, zwei internationalen Studenten hier, im Apartheid Museum war (was an dieser Stelle allen Suedafrika-Reisenden sehr empfohlen sei, habe noch nie eine so gut gestaltete Ausstellung gesehen!), holte mich nachmittags Sheila, meine Kontaktdozentin hier in Suedafrika, ab, um bei ihr Tee zu trinken und von meiner Zeit in Soweto zu berichten. Sie kommt im April mit einigen Studentinnen nach Oldenburg. Zwei der Studentinnen waren dann auch beim Tee und ich wurde ueber unserer Uni und die Stadt ausgefragt. Ausserdem habe ich zugesagt, mich um den Transport zu kuemmern... Falls also jemand Lust und Zeit hat mit seinem Auto am 8. April nach Duesseldorf zu fahren, um 6 suedafrikanische Studentinnen abzuholen... ;-)
Montagmorgen ging es dann mit Brian, Medizinstudent, der mal Soweto sehen wollte, zu unserem Haus, wo mir Nthabiseng sagte, ich sollte bloss nicht reingehen, da morgens wohl eine Schlange irgendwie reingekommen sei, die sie erst fangen muesse. Der Ort wo wir wohnen heisst Snake Park, und dass nicht umsonst. Frueher hat es dort wohl nur so von Schlangen gewimmelt. Naja, auf jeden Fall fuhren wir dann zum creche, und als Brian wieder weg war machte ich mich daran, ein letztes Mal das neue Badezimmer zu streichen, was jetzt schoen hellgelb aussieht.
Ausserdem war es ein wunderschoener angenehm warmer Sommertag, und ich lag viel im Gras (das erste Mal, dass ich das gemacht habe) und habe die Kinder beobachtet, wie sie spielten, und habe an die letzten sieben Wochen hier gedacht - es war herrlich.
Abends dauerte es dann ewig, bis wir nach Hause gegangen sind, weil Thabo und Mimi noch alles ausfuehrlich aufgeraeumt haben.
Als wir dann nach Hause kamen, kam Nthabiseng raus und sagte, sie haetten die Schlange mittlerweile in meinem Zimmer unter dem Bett gefunden und in die Ecke getrieben, aber ich sollte noch warten, bis sie sie gefangen haette. Also setzte ich mich zum Nachbarn und wartete. Als dann nach und nach einige Nachbarn vorbei kamen und ich sie in unserem Garten verschwinden sah, dachte ich mir langsam, dass das eine sehr komische Schlange sein muss.
Und kurze Zeit spaeter droehnte auf einmal afrikanische Musik aus unserem Haus und alle holten mich tanzend (einige mit traditionellen Hueten) ab, um mich ins Haus zu fuehren. Dort hatte man alles rausgeputzt und im Esszimmer an der Wand ein grosses Plakat fuer mich aufgehaengt, rund herum Luftballons und Briefe von den Kindern. Ehe ich mich versah, wurden mir Polo Shirt und Schuhe ausgezogen, und ich wurde mit Fell Flip-Flops und einem afrikanischen Kostuem neu eingekleidet. Das Kostuem hatte Thembi extra fuer mich das ganze Wochenende genaeht und mit Stickerreien verziert. Wir tanzten eine Weile zu der Musik, anschliessend wurde reichlich sehr leckeres Essen serviert, was sie den ganzen Tag gekocht hatten, und nach und nach kamen immer mehr Besucher. Nachbarn, Lehrer, Arbeiter, Freunde - alle die ich in den letzten sieben Wochen getroffen hatte kamen vorbei, um sich zu verabschieden und mitzufeiern. Ich war sichtlich geruehrt und wusste gar nicht, was ich sagen wollte, als man mich zu einer Rede aufforderte und wir mit Sekt anstiessen. Danach wurde viel getanzt und gefeiert, wir mussten mehrmals Bier nachkaufen und es war ein wirklich sehr schoener Abend! Obwohl heute morgen ja alle zur Arbeit mussten, feierten wir bis 24h, was hier sehr lange ist (um 5h stehen die meisten wieder auf!). Als ich dann Thabo als letzten verabschiedete und die Musik ausmachte, war ich sehr froh nach einem langen Tag auf mein Bett zu plumpsen und sehr schnell einzuschlafen.
Heute morgen durfte ich dann ausschlafen (8h), anschliessend machte ich Fruehstueck und Nthabi und ich raeumten alles auf. Harold holte mich (ein letztes Mal) ab und brachte mich nach Jo'burg, wo ich den Tag damit verbrachte, Sachen zu organisieren und den Main Campus nochmal aufzusuchen. Nun ist es hier kurz vor sechs und in vier Stunden landen Jan Bernd und Mark auf dem Johannesburg International Airport. Dort wartet (hoffentlich) unser gemietetes Auto. Die erste Nacht verbringen wir noch hier in Jo'burg, dann gehts fuer einen Tag nach Soweto und Donnerstag startet unsere grosse Abenteuer Tour durchs Land. Das Wochenende verbringen wir im Krueger Nationalpark und danach schlagen wir uns durch Berge und entlang der Kueste nach Kapstadt durch, wo wir Ostern feiern werden und anschliessend nach Deutschland zurueck fliegen. Mit diesen drei Wochen Urlaub kroene ich meine Zeit hier in Suedafrika und relaxe nochmal so richtig, bevor das Studium im April in Deutschland wieder losgeht. Waehrend der Zeit werde ich leider keine Moeglichkeit haben, hier regelmaessig reinzuschreiben, aber ich werde berichten, wenn ich wieder in Deutschland bin, und dann auch sagen, wie und wo ich die Fotos veroeffentliche.
Zum Schluss noch ein kurzes Dankeschoen an alle, die diesen Blog gelesen haben, mir Emails und Kommentare geschickt und mich auf meiner Reise hier von der Ferne aus Deutschland und der ganzen Welt (wo auch immer ihr euch gerade alle aufhaltet!) begleitet haben.
Ich wuensche euch 'ne tolle Zeit, den Schuelern bald schoene Ferien, den Studenten weiterhin schoene Ferien und allen zusammen schon einmal frohe Ostern! (das schreibt sich total komisch bei 27 Grad ;-)
Viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Moin zusammen,
da waere ich nun, um meinen letzten Eintrag in diesem Blog aus dem Computer Raum der Wits Universitaet zu schreiben. Nachdem ich am Sonntagmorgen zusammen mit Fiona und Lingh, zwei internationalen Studenten hier, im Apartheid Museum war (was an dieser Stelle allen Suedafrika-Reisenden sehr empfohlen sei, habe noch nie eine so gut gestaltete Ausstellung gesehen!), holte mich nachmittags Sheila, meine Kontaktdozentin hier in Suedafrika, ab, um bei ihr Tee zu trinken und von meiner Zeit in Soweto zu berichten. Sie kommt im April mit einigen Studentinnen nach Oldenburg. Zwei der Studentinnen waren dann auch beim Tee und ich wurde ueber unserer Uni und die Stadt ausgefragt. Ausserdem habe ich zugesagt, mich um den Transport zu kuemmern... Falls also jemand Lust und Zeit hat mit seinem Auto am 8. April nach Duesseldorf zu fahren, um 6 suedafrikanische Studentinnen abzuholen... ;-)
Montagmorgen ging es dann mit Brian, Medizinstudent, der mal Soweto sehen wollte, zu unserem Haus, wo mir Nthabiseng sagte, ich sollte bloss nicht reingehen, da morgens wohl eine Schlange irgendwie reingekommen sei, die sie erst fangen muesse. Der Ort wo wir wohnen heisst Snake Park, und dass nicht umsonst. Frueher hat es dort wohl nur so von Schlangen gewimmelt. Naja, auf jeden Fall fuhren wir dann zum creche, und als Brian wieder weg war machte ich mich daran, ein letztes Mal das neue Badezimmer zu streichen, was jetzt schoen hellgelb aussieht.
Ausserdem war es ein wunderschoener angenehm warmer Sommertag, und ich lag viel im Gras (das erste Mal, dass ich das gemacht habe) und habe die Kinder beobachtet, wie sie spielten, und habe an die letzten sieben Wochen hier gedacht - es war herrlich.
Abends dauerte es dann ewig, bis wir nach Hause gegangen sind, weil Thabo und Mimi noch alles ausfuehrlich aufgeraeumt haben.
Als wir dann nach Hause kamen, kam Nthabiseng raus und sagte, sie haetten die Schlange mittlerweile in meinem Zimmer unter dem Bett gefunden und in die Ecke getrieben, aber ich sollte noch warten, bis sie sie gefangen haette. Also setzte ich mich zum Nachbarn und wartete. Als dann nach und nach einige Nachbarn vorbei kamen und ich sie in unserem Garten verschwinden sah, dachte ich mir langsam, dass das eine sehr komische Schlange sein muss.
Und kurze Zeit spaeter droehnte auf einmal afrikanische Musik aus unserem Haus und alle holten mich tanzend (einige mit traditionellen Hueten) ab, um mich ins Haus zu fuehren. Dort hatte man alles rausgeputzt und im Esszimmer an der Wand ein grosses Plakat fuer mich aufgehaengt, rund herum Luftballons und Briefe von den Kindern. Ehe ich mich versah, wurden mir Polo Shirt und Schuhe ausgezogen, und ich wurde mit Fell Flip-Flops und einem afrikanischen Kostuem neu eingekleidet. Das Kostuem hatte Thembi extra fuer mich das ganze Wochenende genaeht und mit Stickerreien verziert. Wir tanzten eine Weile zu der Musik, anschliessend wurde reichlich sehr leckeres Essen serviert, was sie den ganzen Tag gekocht hatten, und nach und nach kamen immer mehr Besucher. Nachbarn, Lehrer, Arbeiter, Freunde - alle die ich in den letzten sieben Wochen getroffen hatte kamen vorbei, um sich zu verabschieden und mitzufeiern. Ich war sichtlich geruehrt und wusste gar nicht, was ich sagen wollte, als man mich zu einer Rede aufforderte und wir mit Sekt anstiessen. Danach wurde viel getanzt und gefeiert, wir mussten mehrmals Bier nachkaufen und es war ein wirklich sehr schoener Abend! Obwohl heute morgen ja alle zur Arbeit mussten, feierten wir bis 24h, was hier sehr lange ist (um 5h stehen die meisten wieder auf!). Als ich dann Thabo als letzten verabschiedete und die Musik ausmachte, war ich sehr froh nach einem langen Tag auf mein Bett zu plumpsen und sehr schnell einzuschlafen.
Heute morgen durfte ich dann ausschlafen (8h), anschliessend machte ich Fruehstueck und Nthabi und ich raeumten alles auf. Harold holte mich (ein letztes Mal) ab und brachte mich nach Jo'burg, wo ich den Tag damit verbrachte, Sachen zu organisieren und den Main Campus nochmal aufzusuchen. Nun ist es hier kurz vor sechs und in vier Stunden landen Jan Bernd und Mark auf dem Johannesburg International Airport. Dort wartet (hoffentlich) unser gemietetes Auto. Die erste Nacht verbringen wir noch hier in Jo'burg, dann gehts fuer einen Tag nach Soweto und Donnerstag startet unsere grosse Abenteuer Tour durchs Land. Das Wochenende verbringen wir im Krueger Nationalpark und danach schlagen wir uns durch Berge und entlang der Kueste nach Kapstadt durch, wo wir Ostern feiern werden und anschliessend nach Deutschland zurueck fliegen. Mit diesen drei Wochen Urlaub kroene ich meine Zeit hier in Suedafrika und relaxe nochmal so richtig, bevor das Studium im April in Deutschland wieder losgeht. Waehrend der Zeit werde ich leider keine Moeglichkeit haben, hier regelmaessig reinzuschreiben, aber ich werde berichten, wenn ich wieder in Deutschland bin, und dann auch sagen, wie und wo ich die Fotos veroeffentliche.
Zum Schluss noch ein kurzes Dankeschoen an alle, die diesen Blog gelesen haben, mir Emails und Kommentare geschickt und mich auf meiner Reise hier von der Ferne aus Deutschland und der ganzen Welt (wo auch immer ihr euch gerade alle aufhaltet!) begleitet haben.
Ich wuensche euch 'ne tolle Zeit, den Schuelern bald schoene Ferien, den Studenten weiterhin schoene Ferien und allen zusammen schon einmal frohe Ostern! (das schreibt sich total komisch bei 27 Grad ;-)
Viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Samstag, 1. März 2008
Time to say goodbye...
+++ Letzte Woche in Soweto +++ so gut wie fertig +++ Abschiedstournee +++ Planungen +++ "Ratz-Bar" +++ Loewen, Giraffen und Krokodile +++
Moin zusammen,
das war sie also: meine letzte Woche in Soweto. 5 Tage, die (wie ueblich am Ende) viel zu schnell vergingen. Als ich Montag ankam, war auf der Baustelle beim creche nix los, der Rohbau war Samstag fertiggestellt worden und wir mussten auf die Maenner warten, die die Mauern verputzen sollten. Und das Warten kann anstrengend werden, wenn einem die Zeit im Ruecken sitzt. Habe versucht, moeglichst viel organisatorischen Kleinkrams zu erledigen, was auch ganz gut ging. Dienstagmorgen kamen dann die Arbeiter und ich packte fleissig mit an, was sie anfangs etwas komisch fanden: zum einen werden sie ja fuer ihre Arbeit bezahlt, warum sollte ich dann quasi "umsonst" helfen, und zum zweiten: ein Weisser der ihnen zuarbeitete, das ist ihnen noch nie passiert. Und so eilten sie mir anfangs schnell zu Hilfe, wenn ich 'nen Spaten in die Hand nahm oder die Schubkarre mit Moertel schieben wollte, aber nach einiger Zeit, war ich voll akzeptiert und zwischendurch brachte einer der beiden mir sogar bei, wie man geschickt mit 'ner Kelle den Putz gegen die Wand klatscht um ihn dann glatt zu streichen. Ist schwieriger als es aussieht immer die richtige Stelle zu treffen. Aber am Ende des Tages waren die Raeume von innen fertig verputzt.
Mittwoch startete mit Regen. Anfangs arbeitete ich im Regen, aber als er staerker wurde, und ich immer nasser, habe ich mich dann doch zurueckgezogen. Aergerlich, schliesslich war die Zeit gegen uns. Nach dem Mittagessen kam dann die Sonne raus und ich konnte nochmal richtig ranklotzen. Ausserdem kam (nach zwei Wochen!) und merhmaligem Nachhaken endlich ein Eskom (der Stromkonzern) Mitarbeiter um sich unserem Problem anzunehmen (wir hatten seit zwei Wochen keinen Strom mehr und kochten mit Gas). Eine kurze Pruefung ergab, dass das Problem am Kabel irgendwo zwischen Stromkasten und Leitungspfosten am Rande des Grundsteucks liegen muss. Die erste Alternative, die schnell verworfen wurde, war, das Kabel komplett auszubuddeln und durchzuchecken. Dummerweise stehen zwei Blechhuetten und ein Huehnerkaefig im Weg und keiner weiss so genau, wo das Kabel eigentlich lang laeuft. Also war die zweite Idee, ein neues Kabel zu ziehen, diesmal ueberirdisch. Die Eskom Mitarbeiter versprachen nachmittags wiederzukommen, und so rueckten sie 3 Stunden spaeter (diesmal in zivil) mit 'nem Kabel und ein paar Werkzeugen an. nach einer Stunde hatten wir wieder Strom und die Maenner ein bisschen "Nebenverdienst" in der Tasche. Waehrend wir das Kabel installierten, wurde ich die ganze Zeit ueber Deutschland und Fussball ausgefragt, sein Lieblingsspieler (und der einzige den er kannte) war Lothar Matthaeus. Ich erspare mir meinen Kommentar.
Donnerstag begann dann meine "Abschiedstournee". Ein letztes Mal kam Gill und wir fuhren in die Schule um Plastikstuehle (eine Spende der deutschen Schule aus dem neuen Projekt) zu liefern, uns zu verabschieden und viel Glueck fuer den Wettbewerb zu wuenschen. Ich bleibe weiter in Kontakt und versuche eine Schulpartnerschaft aufzubauen. Danach ging's weiter zu Cashbuild, um ein letztes Mal (definitiv die meist genutzten Woerter diese Woche) mit Listen durch die Gaenge zu rennen und die SKU Bestell-Nummern zu notieren. Da ich in den letzten Wochen so oft da war und mittlerweile auch 'ne Menge Geld da gelassen habe, wurde ich vom Chef persoenlich begruesst und die Mitarbeiter riefen mir durch die Gaenge zu, wie es mir geht. Ich habe es genossen, nochmal zu "shoppen". Eine Stunde und 7000 Rand (ca. 700 Euro) spaeter war alles fertig und ich verabschiedete und bedankte mich, die Mitarbeiter haben in den letzten Wochen einiges moeglich gemacht und Extra Wuensche erfuellt.
Anschliessend waren wir noch in ein paar anderen Geschaeften um Sachen einzukaufen, bevor wir um 16h wieder zurueck waren. Ein langer Tag mit viel hin und herlaufen, inzwischen waren die Arbeiter auch mit den restlichen Mauern und Fenstern fertig.
Gestern startete ich dann mit streichen, die Farbe trocknet gerade und naechste Woche kann dann ein zweites Mal gestrichen werden. Ausserdem habe ich heute von Gill die Duschvorhaenge bekommen, die ich Montag anbringen werde. Damit waeren die Gebaeude dann fertig - nach knapp vier Wochen harter Arbeit. Nach Gills Meinung ein Wunder hier in Suedafrika. Ich bin sehr froh dass ich das Projekt (fast) beenden konnte in meiner Zeit. Das hatte ich mir vorgenommen..
Nachmittags holte Harold mich wie gewohnt ab, und abends waren wir (wieder mal, aber auch zum letzten Mal) in Melville in einem sehr guten Restaurant essen. Die Musik von draussen machte Lust auf Bier, Cocktails und tanzen und so beschlossen wir in die Kneipe neben an zu gehen. Der Name (ist wirklich war!): Ratz-Bar. Ich war also genau richtig. und nach dem ersten Bier sah ich ein Gin-Tonic an mir vorueber schweben. Da Chinin ein gutes Mittel zur Malariavorbeugung sein soll (und natuerlich nur deswegen!) orderte ich auch einen (mit vielen gruessen an Annika!). Eineinhalb Stunden und zweieinhalb doppelte Gin Tonics spaeter war dann auch endlich Zeit zurueck zu fahren, denn heute war frueh aufstehen angesagt.
Nachdem ich den Bus um 8h zur Rosebank Mall genommen hatte um Unmengen von Schokolade, Suessigkeiten und Obst einzukaufen sah ich mich kurze Zeit spaeter Auge in Auge mit einem Krokodil. Es folgten Affen, Loewen, Zebras, Elefanten, und, und, und.... Als kleines Dankeschoen hatte ich meine Gastfamilie heute in den Johannesburger Zoo eingeladen, fuer die Kinder ein Riesenereignis! Ich hatte es geheim gehalten und nur die Mutter wusste bescheid. Wir trafen uns am Eingang und schlenderten dann durch den Zoo, assen Schokolade und spielten. Der Zoo ist sehr gross und wirklich schoen angelegt. Lustigerweise waren mehr Kinder mitgekommen, als eigentlich zur Familie gehoeren, die Chance liessen sie sich wohl nicht entgehen.
Komme also gerade vom Zoo wieder, und gleich geht's schon wieder essen (diesmal nicht nach Melville sondern irgendwo indisch...). Hier wird nun ein Abschied nach dem anderen gefeiert, heute Nacht fliegt Anne zurueck in die USA. Morgen will ich mir dann noch ein bisschen Kultur antun und das Apartheid Museum angucken, danach treffe ich mich mit Sheila, der suedafrikanischen Politikdozentin um ueber meinen Aufenthalt zu berichten. Montag geht's wieder fuer einen Tag nach Soweto, Dienstag dann zurueck und Mittwoch starte ich in meinen dreiwoechigen Traumurlaub. Mit dem Auto geht es quer durch Suedafrika bis nach Kapstadt, einen schoeneren Abschluss kann man sich glaube ich nicht wuenschen. Ich hoffe mich bis dahin nochmal melden zu koennen...
Ansonsten hoffe ich, dass Emma euch alle in Ruhe gelassen hat! Fuer Maren sei erwaehnt, dass es hier mit 23 Grad heute etwas kuehler war als sonst, was sehr angenehm war!
Wuensche euch allen ein schoenes Wochenende, viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Moin zusammen,
das war sie also: meine letzte Woche in Soweto. 5 Tage, die (wie ueblich am Ende) viel zu schnell vergingen. Als ich Montag ankam, war auf der Baustelle beim creche nix los, der Rohbau war Samstag fertiggestellt worden und wir mussten auf die Maenner warten, die die Mauern verputzen sollten. Und das Warten kann anstrengend werden, wenn einem die Zeit im Ruecken sitzt. Habe versucht, moeglichst viel organisatorischen Kleinkrams zu erledigen, was auch ganz gut ging. Dienstagmorgen kamen dann die Arbeiter und ich packte fleissig mit an, was sie anfangs etwas komisch fanden: zum einen werden sie ja fuer ihre Arbeit bezahlt, warum sollte ich dann quasi "umsonst" helfen, und zum zweiten: ein Weisser der ihnen zuarbeitete, das ist ihnen noch nie passiert. Und so eilten sie mir anfangs schnell zu Hilfe, wenn ich 'nen Spaten in die Hand nahm oder die Schubkarre mit Moertel schieben wollte, aber nach einiger Zeit, war ich voll akzeptiert und zwischendurch brachte einer der beiden mir sogar bei, wie man geschickt mit 'ner Kelle den Putz gegen die Wand klatscht um ihn dann glatt zu streichen. Ist schwieriger als es aussieht immer die richtige Stelle zu treffen. Aber am Ende des Tages waren die Raeume von innen fertig verputzt.
Mittwoch startete mit Regen. Anfangs arbeitete ich im Regen, aber als er staerker wurde, und ich immer nasser, habe ich mich dann doch zurueckgezogen. Aergerlich, schliesslich war die Zeit gegen uns. Nach dem Mittagessen kam dann die Sonne raus und ich konnte nochmal richtig ranklotzen. Ausserdem kam (nach zwei Wochen!) und merhmaligem Nachhaken endlich ein Eskom (der Stromkonzern) Mitarbeiter um sich unserem Problem anzunehmen (wir hatten seit zwei Wochen keinen Strom mehr und kochten mit Gas). Eine kurze Pruefung ergab, dass das Problem am Kabel irgendwo zwischen Stromkasten und Leitungspfosten am Rande des Grundsteucks liegen muss. Die erste Alternative, die schnell verworfen wurde, war, das Kabel komplett auszubuddeln und durchzuchecken. Dummerweise stehen zwei Blechhuetten und ein Huehnerkaefig im Weg und keiner weiss so genau, wo das Kabel eigentlich lang laeuft. Also war die zweite Idee, ein neues Kabel zu ziehen, diesmal ueberirdisch. Die Eskom Mitarbeiter versprachen nachmittags wiederzukommen, und so rueckten sie 3 Stunden spaeter (diesmal in zivil) mit 'nem Kabel und ein paar Werkzeugen an. nach einer Stunde hatten wir wieder Strom und die Maenner ein bisschen "Nebenverdienst" in der Tasche. Waehrend wir das Kabel installierten, wurde ich die ganze Zeit ueber Deutschland und Fussball ausgefragt, sein Lieblingsspieler (und der einzige den er kannte) war Lothar Matthaeus. Ich erspare mir meinen Kommentar.
Donnerstag begann dann meine "Abschiedstournee". Ein letztes Mal kam Gill und wir fuhren in die Schule um Plastikstuehle (eine Spende der deutschen Schule aus dem neuen Projekt) zu liefern, uns zu verabschieden und viel Glueck fuer den Wettbewerb zu wuenschen. Ich bleibe weiter in Kontakt und versuche eine Schulpartnerschaft aufzubauen. Danach ging's weiter zu Cashbuild, um ein letztes Mal (definitiv die meist genutzten Woerter diese Woche) mit Listen durch die Gaenge zu rennen und die SKU Bestell-Nummern zu notieren. Da ich in den letzten Wochen so oft da war und mittlerweile auch 'ne Menge Geld da gelassen habe, wurde ich vom Chef persoenlich begruesst und die Mitarbeiter riefen mir durch die Gaenge zu, wie es mir geht. Ich habe es genossen, nochmal zu "shoppen". Eine Stunde und 7000 Rand (ca. 700 Euro) spaeter war alles fertig und ich verabschiedete und bedankte mich, die Mitarbeiter haben in den letzten Wochen einiges moeglich gemacht und Extra Wuensche erfuellt.
Anschliessend waren wir noch in ein paar anderen Geschaeften um Sachen einzukaufen, bevor wir um 16h wieder zurueck waren. Ein langer Tag mit viel hin und herlaufen, inzwischen waren die Arbeiter auch mit den restlichen Mauern und Fenstern fertig.
Gestern startete ich dann mit streichen, die Farbe trocknet gerade und naechste Woche kann dann ein zweites Mal gestrichen werden. Ausserdem habe ich heute von Gill die Duschvorhaenge bekommen, die ich Montag anbringen werde. Damit waeren die Gebaeude dann fertig - nach knapp vier Wochen harter Arbeit. Nach Gills Meinung ein Wunder hier in Suedafrika. Ich bin sehr froh dass ich das Projekt (fast) beenden konnte in meiner Zeit. Das hatte ich mir vorgenommen..
Nachmittags holte Harold mich wie gewohnt ab, und abends waren wir (wieder mal, aber auch zum letzten Mal) in Melville in einem sehr guten Restaurant essen. Die Musik von draussen machte Lust auf Bier, Cocktails und tanzen und so beschlossen wir in die Kneipe neben an zu gehen. Der Name (ist wirklich war!): Ratz-Bar. Ich war also genau richtig. und nach dem ersten Bier sah ich ein Gin-Tonic an mir vorueber schweben. Da Chinin ein gutes Mittel zur Malariavorbeugung sein soll (und natuerlich nur deswegen!) orderte ich auch einen (mit vielen gruessen an Annika!). Eineinhalb Stunden und zweieinhalb doppelte Gin Tonics spaeter war dann auch endlich Zeit zurueck zu fahren, denn heute war frueh aufstehen angesagt.
Nachdem ich den Bus um 8h zur Rosebank Mall genommen hatte um Unmengen von Schokolade, Suessigkeiten und Obst einzukaufen sah ich mich kurze Zeit spaeter Auge in Auge mit einem Krokodil. Es folgten Affen, Loewen, Zebras, Elefanten, und, und, und.... Als kleines Dankeschoen hatte ich meine Gastfamilie heute in den Johannesburger Zoo eingeladen, fuer die Kinder ein Riesenereignis! Ich hatte es geheim gehalten und nur die Mutter wusste bescheid. Wir trafen uns am Eingang und schlenderten dann durch den Zoo, assen Schokolade und spielten. Der Zoo ist sehr gross und wirklich schoen angelegt. Lustigerweise waren mehr Kinder mitgekommen, als eigentlich zur Familie gehoeren, die Chance liessen sie sich wohl nicht entgehen.
Komme also gerade vom Zoo wieder, und gleich geht's schon wieder essen (diesmal nicht nach Melville sondern irgendwo indisch...). Hier wird nun ein Abschied nach dem anderen gefeiert, heute Nacht fliegt Anne zurueck in die USA. Morgen will ich mir dann noch ein bisschen Kultur antun und das Apartheid Museum angucken, danach treffe ich mich mit Sheila, der suedafrikanischen Politikdozentin um ueber meinen Aufenthalt zu berichten. Montag geht's wieder fuer einen Tag nach Soweto, Dienstag dann zurueck und Mittwoch starte ich in meinen dreiwoechigen Traumurlaub. Mit dem Auto geht es quer durch Suedafrika bis nach Kapstadt, einen schoeneren Abschluss kann man sich glaube ich nicht wuenschen. Ich hoffe mich bis dahin nochmal melden zu koennen...
Ansonsten hoffe ich, dass Emma euch alle in Ruhe gelassen hat! Fuer Maren sei erwaehnt, dass es hier mit 23 Grad heute etwas kuehler war als sonst, was sehr angenehm war!
Wuensche euch allen ein schoenes Wochenende, viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Samstag, 23. Februar 2008
Der Countdown laeuft...
+++ fast fertig! +++ Andrew's Abschied +++ Jaegermeister und Bier +++ U2 3D +++
Moin zusammen,
der Countdown laeuft und dies war meine vorletzte Woche in Soweto. Ich war sehr ueberrascht, als ich am Dienstag feststellte, dass ich nur noch 8 Tage in Soweto verbringen werde. Die Zeit rennt, und auf dem Bau kann es mir nicht schnell genug gehen. Da wurde ich schon ein bisschen sauer, als ich am Donnerstag mal wieder Sand orderte (diesmal "plaster-Sand" zum verputzen der Waende) und der bis heute nicht geliefert ist, obwohl sie versprachen noch am gleichen Tag zu liefern. Aber eigentlich habe ich keinen Grund zur Sorge, denn der Bau schreitet gut voran. Die Mauern stehen alle und Donnerstag / Freitag haben wir die Dachlatten nebst Blechdaechern hochgehieft und befestigt. Machte Spass da oben rumzuklettern, wobei das ganze bei ueber dreissig Grad schon sehr heiss ist. Aprospos heiss: mein volles Mitgefuehl gilt diese Woche allen, die schon einmal 'nen richtigen Sonnenbrand hatten. Nachdem meine Schultern am Mittwoch aufgehoert hatten zu schmerzen, sah ich nachmittags aus wie in diese "Verpackungs-Knister-Folie" eingewickelt wegen der ganzen kleinen Brandblasen und seitdem pellte meine Haut froehlich vor sich hin, wobei das Groebste mittlerweile schon wieder vorbei ist.
Ansonsten ist diese Woche nicht so viel aufregendes passiert. Ich habe jeden Tag von morgens bis abends gearbeitet und angefangen den ganzen Muell zu beseitigen, der dort seit Wochen rumliegt. Nachdem ich vergeblich darauf gewartet hatte, dass wir Plaene zur Beseitgung und Sortierung machen, schnappte ich mir zwei leere Muelltonnen und fing an - keine schoene Arbeit, aber sie zeigte Wirkung. Am naechsten Tag brannte ein Feuer hinter der Schule, in dem alles verbrannt wurde (obwohl ich dagegen protestiert hatte, von wegen Giftig und Umwelt und so...). Trotzdem landeten nicht nur alte Kartons und Holzplanken, sondern altes Spielzeug und soagr ein Autoreifen kurzerhand im Feuer. Wie ich dann abends gerochen habe koennt ihr euch ja vorstellen. Dafuer ist der ganze Muell endlich beseitigt und der Platz sieht einigermassen ordentlich aus. Die Buecher, die noch zu gebrauchen waren, sind in Kartons verpackt und den Donnerstagvormittag verbrachte ich damit, tausende von Filz-, und Wachsmalstiften, sowie Kreide, Lineale, Kugelschreiber und so zu sortieren. Nun ist alles schoen in Kisten sortiert und wartet auf die Fertigstellung des neuen Abstellraums.
Der Klempner war da und hat alles im neuen Lehrer-Badezimmer installiert und wir warten jetzt, wie gesagt, auf den Sand, damit wir mit dem Waende verputzen starten koennen. Ich bin guter Dinge, dass wir naechste Woche Donnerstag (das letzte Mal, dass Gill kommt und wir Materialien einkaufen koennen) das Glas fuer die Fenster kaufen und einsetzen koennen, und dann ist der Rohbau fertig! Fliesen, Regale und alles andere wird dann gemacht, wenn ich mich durch den Dschungel Afrikas nach Kapstadt durchkaempfe.
Gestern Abend waren wir bei Andrew, einem Medizinstudenten der bei einem Arzt hier wohnt, um den letzten Abend zu feiern, heute morgen ging sein Flieger. Jeder hat ein bisschen was mitgebracht und wir haben einen schoenen lauen Sommerabend mit eingelegtem Huehnchen (nach Singapur-Art von Justin), selbstgemachtem Salat, Apfelkrokant mit Eis und jeder Menge Wein auf der Veranda verbracht, danach ging es nach Melville ins Kneipenviertel. Und da war jede Menge los auf den Strassen. Hupende Autos mit aufgedrehter Musik, auf den Strassen tanzende Studenten und laute Musik aus unzaehligen Kneipen entlang der Strasse, eine sehr nette Atmosphaere. Nachdem wir die erste Kneipe wieder verlassen hatte (dort fand eine private Kostuemparty statt, wie wir relativ schnell feststellten ;-) tranken wir uns durch zwei andere Kneipen, bis wir um halb drei dann wieder nach Hause fuhren. Ungluecklicherweise wurde Andrew an seinem letzten Abend hier das Portemonaie waehrend des Tanzens geklaut. Er hat es sofort gemerkt, und den Typ sekundenspaeter zur Rede gestellt, aber der erklaerte ihm ganz nuechtern, dass er das Portemonaie schon an einen Freund weitergegeben habe, wir koennten ihm also gar nichts nachweisen. Und so war es dann auch, der Tuersteher der sofort da war fand nichts mehr. Zum Glueck war nur ein bisschen Bargeld und eine Bankkarte drin, die mittlerweile gesperrt ist. Alle Papiere, die er fuer seine Abreise heute brauchte, hatte er vorher rausgenommen.
Heute morgen merkte ich dann den Jaegermeister von gestern und so fiel der heutige Tag bisher sehr relaxed aus. Nachdem ich mit Laura Anne nach Soweto zur Arbeit gebracht hatte, trafen wir uns mit Brian zum Fruehstueck in der Rosenbank Mall und danach entschieden wir uns fuer einen Kinofilm: weiche Sitze, Klimaanlage und Dunkel - genau das richtige fuer heute. Wir kommen also gerade aus einem 3D-Kino wieder, wo ich (und jetzt werden einige neidisch sein) den neuen Film "U2 3D" gesehen habe. Dabei handelt es sich um einen live 3D Mitschnitt eines U2 Konzerts von der Vertigo Tour in Argentinien. Ich kann nur sagen: unbeschreiblich geil! Allein die Musik ist ja schon der Hammer, aber dann noch die unglaubliche Live Buehnen Show und das ganze in 3D, also Bono quasi vor der nase zum Anfassen ist der absolute Hammer. Man fuehlte sich wirklich wie mittendrin.
Das wars also bis jetzt, vielleicht gehen wir nachher noch essen, ansonsten wird es wohl ein sehr ruhiger Abend werden. Morgen will ich ebenfalls relaxen, ausserdem muss ich langsam Plaene machen, was ich noch alles einkaufen und organisieren muss fuer die letzte Woche in Soweto und den kommenden Trip. Die Unterkuenfte im Krueger Nationalpark sind schon fast alle ausgebucht...
Hoffe ihr alle hattet eine ebenso erfolgreiche Woche und ein schoenes Wochenende, viele Gruesse in die grosse weite Welt!
Ratze
P.S.: Die ganze Woche waren es hier um die 30 Grad, in ganz Suedafrika ist das Kaelteste tagsueber 25 Grad und das Heisseste knapp 40 Grad!
Moin zusammen,
der Countdown laeuft und dies war meine vorletzte Woche in Soweto. Ich war sehr ueberrascht, als ich am Dienstag feststellte, dass ich nur noch 8 Tage in Soweto verbringen werde. Die Zeit rennt, und auf dem Bau kann es mir nicht schnell genug gehen. Da wurde ich schon ein bisschen sauer, als ich am Donnerstag mal wieder Sand orderte (diesmal "plaster-Sand" zum verputzen der Waende) und der bis heute nicht geliefert ist, obwohl sie versprachen noch am gleichen Tag zu liefern. Aber eigentlich habe ich keinen Grund zur Sorge, denn der Bau schreitet gut voran. Die Mauern stehen alle und Donnerstag / Freitag haben wir die Dachlatten nebst Blechdaechern hochgehieft und befestigt. Machte Spass da oben rumzuklettern, wobei das ganze bei ueber dreissig Grad schon sehr heiss ist. Aprospos heiss: mein volles Mitgefuehl gilt diese Woche allen, die schon einmal 'nen richtigen Sonnenbrand hatten. Nachdem meine Schultern am Mittwoch aufgehoert hatten zu schmerzen, sah ich nachmittags aus wie in diese "Verpackungs-Knister-Folie" eingewickelt wegen der ganzen kleinen Brandblasen und seitdem pellte meine Haut froehlich vor sich hin, wobei das Groebste mittlerweile schon wieder vorbei ist.
Ansonsten ist diese Woche nicht so viel aufregendes passiert. Ich habe jeden Tag von morgens bis abends gearbeitet und angefangen den ganzen Muell zu beseitigen, der dort seit Wochen rumliegt. Nachdem ich vergeblich darauf gewartet hatte, dass wir Plaene zur Beseitgung und Sortierung machen, schnappte ich mir zwei leere Muelltonnen und fing an - keine schoene Arbeit, aber sie zeigte Wirkung. Am naechsten Tag brannte ein Feuer hinter der Schule, in dem alles verbrannt wurde (obwohl ich dagegen protestiert hatte, von wegen Giftig und Umwelt und so...). Trotzdem landeten nicht nur alte Kartons und Holzplanken, sondern altes Spielzeug und soagr ein Autoreifen kurzerhand im Feuer. Wie ich dann abends gerochen habe koennt ihr euch ja vorstellen. Dafuer ist der ganze Muell endlich beseitigt und der Platz sieht einigermassen ordentlich aus. Die Buecher, die noch zu gebrauchen waren, sind in Kartons verpackt und den Donnerstagvormittag verbrachte ich damit, tausende von Filz-, und Wachsmalstiften, sowie Kreide, Lineale, Kugelschreiber und so zu sortieren. Nun ist alles schoen in Kisten sortiert und wartet auf die Fertigstellung des neuen Abstellraums.
Der Klempner war da und hat alles im neuen Lehrer-Badezimmer installiert und wir warten jetzt, wie gesagt, auf den Sand, damit wir mit dem Waende verputzen starten koennen. Ich bin guter Dinge, dass wir naechste Woche Donnerstag (das letzte Mal, dass Gill kommt und wir Materialien einkaufen koennen) das Glas fuer die Fenster kaufen und einsetzen koennen, und dann ist der Rohbau fertig! Fliesen, Regale und alles andere wird dann gemacht, wenn ich mich durch den Dschungel Afrikas nach Kapstadt durchkaempfe.
Gestern Abend waren wir bei Andrew, einem Medizinstudenten der bei einem Arzt hier wohnt, um den letzten Abend zu feiern, heute morgen ging sein Flieger. Jeder hat ein bisschen was mitgebracht und wir haben einen schoenen lauen Sommerabend mit eingelegtem Huehnchen (nach Singapur-Art von Justin), selbstgemachtem Salat, Apfelkrokant mit Eis und jeder Menge Wein auf der Veranda verbracht, danach ging es nach Melville ins Kneipenviertel. Und da war jede Menge los auf den Strassen. Hupende Autos mit aufgedrehter Musik, auf den Strassen tanzende Studenten und laute Musik aus unzaehligen Kneipen entlang der Strasse, eine sehr nette Atmosphaere. Nachdem wir die erste Kneipe wieder verlassen hatte (dort fand eine private Kostuemparty statt, wie wir relativ schnell feststellten ;-) tranken wir uns durch zwei andere Kneipen, bis wir um halb drei dann wieder nach Hause fuhren. Ungluecklicherweise wurde Andrew an seinem letzten Abend hier das Portemonaie waehrend des Tanzens geklaut. Er hat es sofort gemerkt, und den Typ sekundenspaeter zur Rede gestellt, aber der erklaerte ihm ganz nuechtern, dass er das Portemonaie schon an einen Freund weitergegeben habe, wir koennten ihm also gar nichts nachweisen. Und so war es dann auch, der Tuersteher der sofort da war fand nichts mehr. Zum Glueck war nur ein bisschen Bargeld und eine Bankkarte drin, die mittlerweile gesperrt ist. Alle Papiere, die er fuer seine Abreise heute brauchte, hatte er vorher rausgenommen.
Heute morgen merkte ich dann den Jaegermeister von gestern und so fiel der heutige Tag bisher sehr relaxed aus. Nachdem ich mit Laura Anne nach Soweto zur Arbeit gebracht hatte, trafen wir uns mit Brian zum Fruehstueck in der Rosenbank Mall und danach entschieden wir uns fuer einen Kinofilm: weiche Sitze, Klimaanlage und Dunkel - genau das richtige fuer heute. Wir kommen also gerade aus einem 3D-Kino wieder, wo ich (und jetzt werden einige neidisch sein) den neuen Film "U2 3D" gesehen habe. Dabei handelt es sich um einen live 3D Mitschnitt eines U2 Konzerts von der Vertigo Tour in Argentinien. Ich kann nur sagen: unbeschreiblich geil! Allein die Musik ist ja schon der Hammer, aber dann noch die unglaubliche Live Buehnen Show und das ganze in 3D, also Bono quasi vor der nase zum Anfassen ist der absolute Hammer. Man fuehlte sich wirklich wie mittendrin.
Das wars also bis jetzt, vielleicht gehen wir nachher noch essen, ansonsten wird es wohl ein sehr ruhiger Abend werden. Morgen will ich ebenfalls relaxen, ausserdem muss ich langsam Plaene machen, was ich noch alles einkaufen und organisieren muss fuer die letzte Woche in Soweto und den kommenden Trip. Die Unterkuenfte im Krueger Nationalpark sind schon fast alle ausgebucht...
Hoffe ihr alle hattet eine ebenso erfolgreiche Woche und ein schoenes Wochenende, viele Gruesse in die grosse weite Welt!
Ratze
P.S.: Die ganze Woche waren es hier um die 30 Grad, in ganz Suedafrika ist das Kaelteste tagsueber 25 Grad und das Heisseste knapp 40 Grad!
Montag, 18. Februar 2008
Was ein Wochenende!
+++ Billies Bongo Backpacker +++ Mac Mac Pools und Sonnenbrand +++ Blyde River Canyon +++ Autofahren und Schlagloecher
Moin zusammen,
bin gerade zurueck aus meinem verlaengerten Wochenende. Alle, die bis jetzt neidisch waren, dass ich hier so ein tolles Leben habe, sollten jetzt ganz vorsichtig weiterlesen, denn dieses Wochenende war der absolute Hammer!
Samstagmorgen ging es in aller Fruehe mit vier anderen Studenten (Laura, Keil, Anna, Serena) bei wunderschoenem Wetter raus aus der Stadt und in viereinhalb Stunden nach Sabie, einer kleinen Stadt etwa 100km westlich des Krueger National Parks. Dort bezogen wir unser Backpacker Quartier. Wir waren die einzigen Gaeste in diesem gemuetlichen und sehr gesellig eingerichtetem Quartier (mit Pool- und Kickertisch) und der Besitzer ist mal ein richtig abgedrehter Typ, der uns die ganze Zeit Stories von Schlangen und seinen Drogenexzessen erzaehlte.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit der Besichtigung einiger Wasserfaelle in der Gegend und den Mac-Mac Pools, ein kleiner Bergfluss, dessen Wasser von Zeit zu Zeit in kleinen naturellen Pools gestaut wird. Man liegt also im klaren kuehlen Wasser bei tollstem Sonnenschein, laesst den Blick ueber die Hochlandschaft schweifen und isst dabei genuesslich frische Mango - 2 Stunden lang habe ich diese Situation genossen!
Abends waren wir essen, bevor wir zurueck ins Hostel fuhren, wo ich sofort ins Bett fiel.
Am naechsten Morgen (Sonntag) ging es dann wieder frueh los (nach einem schwarzen Tee auf der Terasse des Hostels mit Blick auf den Berg und idyllischer Ruhe!), um in Graskop (ein Ort in der Naehe) die beruehmten Pancakes des Ortes zum Furehstueck zu geniessen und anschliessend unsere grosse "Blyde River Canyon - Tour" zu starten. Mehrere Aussichtspunkte liegen auf einer Route, die 120km quer durch den Canyon fuehrt. Ueber endlose Strassen, vorbei an kleinen Doerfern mit freilaufenden Eseln und Kuehen auf der Strasse, Wasserfaellen und Stauseen, und Stellen, an denen man kilometerweit ueber die Steppe blicken kann. Ueber sich windende Strassen, Bergpaesse und durch Schluchten. Was hier wie eine Beschreibung aus einem Reisekatalog klingt, habe ich einen Tag lang bei strahlender Sonne und ohne eine einzige Wolke am Himmel geniessen koennen! Wir hatten die Fenster alle runtergekurbelt und das Radio laut aufgedreht, als wir mit den letzten Sonnenstrahlen unsere Unterkunft, eine Art "Center-Parks" erreichten. Wir hatten uns dort eine Huette gemietet, die ebenfalls sehr cool war. Abends waren wir wieder kurz essen und ich bin (nach einem kleinen Tischtennis-Match gegen Keil und einer kuehlen Dusche) ins Bett gefallen.
Heute morgen war dann ein bisschen Ausschlafen angesagt, ehe wir auscheckten, uns auf eine kleine Wanderrung zu einem weiteren paradiesischen Wasserfall machten und auf dem Rueckweg im Wald ein paar Affen vor die Linse bekamen. Anschliessend fuhren wir noch kurz zum Damm des Blyde River Stausees und machten uns dann wieder auf den Rueckweg.
Und so sitze ich jetzt hier nach einem anstrengenden und lustigen Wochenende mit vielen Fotos und leider auch einem knallroten Ruecken und Bauch, da ich mich beim Bad in den Mac Mac Pools nicht eingecremt hatte. Ich bin so rot, dass ich Werbing fuer Original Drucker Tinte machen koennte und kann werder Rucksack noch kleine Taschen tragen. Meine Schulter schmerzt vom Anschnallgurt und ich kann nachts kaum schlafen, aber dass ist ein relativ kleiner Preis, fuer dieses wundervolle Wochenede!
Morgen frueh werde ich abgeholt um nach Soweto zu fahren und die Woche weiterzubauen, ich hoffe dass wir bis Freitag mit dem Dach weit fortgeschritten sind!
Also, wuensche euch allen eine wunderbare Woche mit hoffentlich gutem Wetter!
Viele Gruesse aus Jo'burg,
Ratze
Achja, Autofahren macht mir hier riesig Spass, und ich war der Fahrer fuer die Tour am Samstag durch den Canyon, was ich sehr genossen habe. Die Strassen sind hier relativ breit und gut ausgebaut, die Probleme sind nur die vielen unangekuendigten Schlagloecher, wegen denen man abrupt ausweichen oder bremsen muss. Aber auf der linken Seite der Strasse zu fahren macht mindestens soviel Spass wie zu Hause auf der rechten Seite!
Moin zusammen,
bin gerade zurueck aus meinem verlaengerten Wochenende. Alle, die bis jetzt neidisch waren, dass ich hier so ein tolles Leben habe, sollten jetzt ganz vorsichtig weiterlesen, denn dieses Wochenende war der absolute Hammer!
Samstagmorgen ging es in aller Fruehe mit vier anderen Studenten (Laura, Keil, Anna, Serena) bei wunderschoenem Wetter raus aus der Stadt und in viereinhalb Stunden nach Sabie, einer kleinen Stadt etwa 100km westlich des Krueger National Parks. Dort bezogen wir unser Backpacker Quartier. Wir waren die einzigen Gaeste in diesem gemuetlichen und sehr gesellig eingerichtetem Quartier (mit Pool- und Kickertisch) und der Besitzer ist mal ein richtig abgedrehter Typ, der uns die ganze Zeit Stories von Schlangen und seinen Drogenexzessen erzaehlte.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit der Besichtigung einiger Wasserfaelle in der Gegend und den Mac-Mac Pools, ein kleiner Bergfluss, dessen Wasser von Zeit zu Zeit in kleinen naturellen Pools gestaut wird. Man liegt also im klaren kuehlen Wasser bei tollstem Sonnenschein, laesst den Blick ueber die Hochlandschaft schweifen und isst dabei genuesslich frische Mango - 2 Stunden lang habe ich diese Situation genossen!
Abends waren wir essen, bevor wir zurueck ins Hostel fuhren, wo ich sofort ins Bett fiel.
Am naechsten Morgen (Sonntag) ging es dann wieder frueh los (nach einem schwarzen Tee auf der Terasse des Hostels mit Blick auf den Berg und idyllischer Ruhe!), um in Graskop (ein Ort in der Naehe) die beruehmten Pancakes des Ortes zum Furehstueck zu geniessen und anschliessend unsere grosse "Blyde River Canyon - Tour" zu starten. Mehrere Aussichtspunkte liegen auf einer Route, die 120km quer durch den Canyon fuehrt. Ueber endlose Strassen, vorbei an kleinen Doerfern mit freilaufenden Eseln und Kuehen auf der Strasse, Wasserfaellen und Stauseen, und Stellen, an denen man kilometerweit ueber die Steppe blicken kann. Ueber sich windende Strassen, Bergpaesse und durch Schluchten. Was hier wie eine Beschreibung aus einem Reisekatalog klingt, habe ich einen Tag lang bei strahlender Sonne und ohne eine einzige Wolke am Himmel geniessen koennen! Wir hatten die Fenster alle runtergekurbelt und das Radio laut aufgedreht, als wir mit den letzten Sonnenstrahlen unsere Unterkunft, eine Art "Center-Parks" erreichten. Wir hatten uns dort eine Huette gemietet, die ebenfalls sehr cool war. Abends waren wir wieder kurz essen und ich bin (nach einem kleinen Tischtennis-Match gegen Keil und einer kuehlen Dusche) ins Bett gefallen.
Heute morgen war dann ein bisschen Ausschlafen angesagt, ehe wir auscheckten, uns auf eine kleine Wanderrung zu einem weiteren paradiesischen Wasserfall machten und auf dem Rueckweg im Wald ein paar Affen vor die Linse bekamen. Anschliessend fuhren wir noch kurz zum Damm des Blyde River Stausees und machten uns dann wieder auf den Rueckweg.
Und so sitze ich jetzt hier nach einem anstrengenden und lustigen Wochenende mit vielen Fotos und leider auch einem knallroten Ruecken und Bauch, da ich mich beim Bad in den Mac Mac Pools nicht eingecremt hatte. Ich bin so rot, dass ich Werbing fuer Original Drucker Tinte machen koennte und kann werder Rucksack noch kleine Taschen tragen. Meine Schulter schmerzt vom Anschnallgurt und ich kann nachts kaum schlafen, aber dass ist ein relativ kleiner Preis, fuer dieses wundervolle Wochenede!
Morgen frueh werde ich abgeholt um nach Soweto zu fahren und die Woche weiterzubauen, ich hoffe dass wir bis Freitag mit dem Dach weit fortgeschritten sind!
Also, wuensche euch allen eine wunderbare Woche mit hoffentlich gutem Wetter!
Viele Gruesse aus Jo'burg,
Ratze
Achja, Autofahren macht mir hier riesig Spass, und ich war der Fahrer fuer die Tour am Samstag durch den Canyon, was ich sehr genossen habe. Die Strassen sind hier relativ breit und gut ausgebaut, die Probleme sind nur die vielen unangekuendigten Schlagloecher, wegen denen man abrupt ausweichen oder bremsen muss. Aber auf der linken Seite der Strasse zu fahren macht mindestens soviel Spass wie zu Hause auf der rechten Seite!
Freitag, 15. Februar 2008
Eine weniger schoene Woche...
+++ neues Badezimmer +++ Mauern und Fenster +++ Europaeisches Essen und die Folgen +++ Sand, wir brauchen Sand!!!
Moin zusammen,
da waere ich wieder. Der etwas traurige Titel liegt daran, dass es auf unserem Bau zwar super vorangeht, aber ich diese Woche kaum etwas reissen konnte. Von Dienstagmittag bis heute morgen lag ich im Bett - krank. Nach 5 Wochen ohne Probleme hatte ich mir wohl meine erste kleine Magen-Darm Krankheit eingefangen.... aber gut, starten wir von vorne:
Montag kam ich in Soweto an und konnte im Creche nicht mithelfen, da ich zu Hause auf die Kinder aufpassen sollte und dem Klempner half, der das neue Badezimmer installierte. Das war auch ganz interessant und ich konnte gut anpacken. Am Ende des Tages waren die neue Dusche, Toilette und das Waschbecken samt saemtlicher Leitungen fertig. Ich kochte Pasta Schuta, wobei es sich im Nachhinein herausstellte, dass ich das Hackfleisch (was aus einem oertlichen Privatshop kam) wohl besser weggelassen haette. Naja, Dienstagmorgen bin ich mit 'nem komischen Gefuehl aufgewacht. Hatte irgendwie nicht so gut geschlafen, aber das war auch alles. Montag hatten die anderen mit den Maurerarbeiten begonnen und nun fehlte ihnen Sand fuer den Moertel. Nach mehreren Stunden hin und her, Telefonaten und Versprechungen standen auf einmal nachmittags um 16h gleich zwei Laster mit Sand von zwei unterschiedlichen Firmen vor der Tuer, den kleineren schickten wir spontan zum Haus, den anderen Sand behielten wir im Creche. Mittwoch koennte es endlich weitergehen. Der Dienstag war einfach nur diskussionsreich und langweilig, weil nichts weitergehen konnte und die Arbeiter nichts tun konnten ohne den Sand. Ich war also froh, dass er endlich da war und froh, als ich nach Hause konnte....
Abends lag ich dann mit Bauchschmerzen und Fieber im Bett, und als es Mittwochmorgen nicht besser war, kam Harold um mich nach Jo'burg zum Doktor zu bringen. Dort bekam ich vier verschiedene Medikamnte verschrieben und legte mich wieder in Soweto ins Bett. Der Tag war schrecklich. Vorher wollte ich aber noch einen kleinen Blick auf die Baustelle werfen. Es ging super voran, und ich aergerte mich, dass ich genau dann krank wurde, als die groessten Veraenderungen zu sehen waren.
Donnerstag blieb ich (auf Wunsch, oder besser: Befehl ;-) meiner Soweto-Mutter zu Hause im Bett. So ein Tag mit jeder Menge Hitze kann ganz schoen langweilig werden, und zu allem Ueberfluss war auch noch das Wasser bis abends abgestellt.
Gestern Abend ging es mir dann aber wieder gut, und heute morgen konnte ich endlich wieder arbeiten, denkste: die anderen hatten so gute Arbeit geleistet, dass keine Steine mehr da waren! Also bin ich mit Thabo heute morgen per Taxi in die Stadt gefahren, um mehr Steine zu bestellen. Da wir mittlerweile gute Kunden sind und mein (weisses) Gesicht wohl bekannt ist, gaben sie unserem Wunsch nach, die Steine sofort zu liefern und ich genoss die Rueckfahrt auf der Ladeflaeche des Pickups. Als wir dann im Creche zurueck und alle Steine abgeladen waren, war es fuer mich Zeit nach Hause zu gehen, und meine Sachen zu packen; Harold hat mich um 14h abgeholt und nun bin ich hier. Die Mauern sind bis zur Haelfte hochgezogen und ein weiterer aelterer Raum ist komplett neu gestrichen worden diese Woche, ohne dass ich auch nur eine einzige Sache mithelfen konnte. Ich denke da habe ich mir meine Wochenendtour mit den anderen internationalen Studenten zum Blyde River Canyon, die morgen frueh losgeht und bis Montagabend dauert, wirklich verdient ;-)
Ich werde mich also wohl nicht mehr melden bis zum naechsten Wochenende! Wuensche euch ein tolles Wochenende und eine wunderbare Woche. Fuer mich ist es bereits die vorletzte hier in Soweto, denn Anfang Maerz starte ich dann mit Mark und Jan-Bernd unsere grosse Suedafrika-Rundreise.
Viele Gruesse nach Deutschland (und aus gegebenem Anlass diesmal auch nach Amerika, und natuerlich den Rest der Welt ;-)
Ratze
Dinge, an denen ich merke, dass ich mich hier vollends eingelebt habe:
- ich werde krank, nachdem ich EUROPAEISCHES Essen gekocht habe
- ich aergere mich ueber Strom- und Wasserausfaelle, anstatt sie als "Abenteuer" zu betrachten
- ich bekomme ernst gemeinte Heiratsantraege
- ich beherrsche etliche Begruessungsformeln und "Handschlaege"
- ich denke automatisch an eine Stunde, wenn jemand sagt, er sei "in 10 Minuten da"
Moin zusammen,
da waere ich wieder. Der etwas traurige Titel liegt daran, dass es auf unserem Bau zwar super vorangeht, aber ich diese Woche kaum etwas reissen konnte. Von Dienstagmittag bis heute morgen lag ich im Bett - krank. Nach 5 Wochen ohne Probleme hatte ich mir wohl meine erste kleine Magen-Darm Krankheit eingefangen.... aber gut, starten wir von vorne:
Montag kam ich in Soweto an und konnte im Creche nicht mithelfen, da ich zu Hause auf die Kinder aufpassen sollte und dem Klempner half, der das neue Badezimmer installierte. Das war auch ganz interessant und ich konnte gut anpacken. Am Ende des Tages waren die neue Dusche, Toilette und das Waschbecken samt saemtlicher Leitungen fertig. Ich kochte Pasta Schuta, wobei es sich im Nachhinein herausstellte, dass ich das Hackfleisch (was aus einem oertlichen Privatshop kam) wohl besser weggelassen haette. Naja, Dienstagmorgen bin ich mit 'nem komischen Gefuehl aufgewacht. Hatte irgendwie nicht so gut geschlafen, aber das war auch alles. Montag hatten die anderen mit den Maurerarbeiten begonnen und nun fehlte ihnen Sand fuer den Moertel. Nach mehreren Stunden hin und her, Telefonaten und Versprechungen standen auf einmal nachmittags um 16h gleich zwei Laster mit Sand von zwei unterschiedlichen Firmen vor der Tuer, den kleineren schickten wir spontan zum Haus, den anderen Sand behielten wir im Creche. Mittwoch koennte es endlich weitergehen. Der Dienstag war einfach nur diskussionsreich und langweilig, weil nichts weitergehen konnte und die Arbeiter nichts tun konnten ohne den Sand. Ich war also froh, dass er endlich da war und froh, als ich nach Hause konnte....
Abends lag ich dann mit Bauchschmerzen und Fieber im Bett, und als es Mittwochmorgen nicht besser war, kam Harold um mich nach Jo'burg zum Doktor zu bringen. Dort bekam ich vier verschiedene Medikamnte verschrieben und legte mich wieder in Soweto ins Bett. Der Tag war schrecklich. Vorher wollte ich aber noch einen kleinen Blick auf die Baustelle werfen. Es ging super voran, und ich aergerte mich, dass ich genau dann krank wurde, als die groessten Veraenderungen zu sehen waren.
Donnerstag blieb ich (auf Wunsch, oder besser: Befehl ;-) meiner Soweto-Mutter zu Hause im Bett. So ein Tag mit jeder Menge Hitze kann ganz schoen langweilig werden, und zu allem Ueberfluss war auch noch das Wasser bis abends abgestellt.
Gestern Abend ging es mir dann aber wieder gut, und heute morgen konnte ich endlich wieder arbeiten, denkste: die anderen hatten so gute Arbeit geleistet, dass keine Steine mehr da waren! Also bin ich mit Thabo heute morgen per Taxi in die Stadt gefahren, um mehr Steine zu bestellen. Da wir mittlerweile gute Kunden sind und mein (weisses) Gesicht wohl bekannt ist, gaben sie unserem Wunsch nach, die Steine sofort zu liefern und ich genoss die Rueckfahrt auf der Ladeflaeche des Pickups. Als wir dann im Creche zurueck und alle Steine abgeladen waren, war es fuer mich Zeit nach Hause zu gehen, und meine Sachen zu packen; Harold hat mich um 14h abgeholt und nun bin ich hier. Die Mauern sind bis zur Haelfte hochgezogen und ein weiterer aelterer Raum ist komplett neu gestrichen worden diese Woche, ohne dass ich auch nur eine einzige Sache mithelfen konnte. Ich denke da habe ich mir meine Wochenendtour mit den anderen internationalen Studenten zum Blyde River Canyon, die morgen frueh losgeht und bis Montagabend dauert, wirklich verdient ;-)
Ich werde mich also wohl nicht mehr melden bis zum naechsten Wochenende! Wuensche euch ein tolles Wochenende und eine wunderbare Woche. Fuer mich ist es bereits die vorletzte hier in Soweto, denn Anfang Maerz starte ich dann mit Mark und Jan-Bernd unsere grosse Suedafrika-Rundreise.
Viele Gruesse nach Deutschland (und aus gegebenem Anlass diesmal auch nach Amerika, und natuerlich den Rest der Welt ;-)
Ratze
Dinge, an denen ich merke, dass ich mich hier vollends eingelebt habe:
- ich werde krank, nachdem ich EUROPAEISCHES Essen gekocht habe
- ich aergere mich ueber Strom- und Wasserausfaelle, anstatt sie als "Abenteuer" zu betrachten
- ich bekomme ernst gemeinte Heiratsantraege
- ich beherrsche etliche Begruessungsformeln und "Handschlaege"
- ich denke automatisch an eine Stunde, wenn jemand sagt, er sei "in 10 Minuten da"
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