Hallo zusammen,
endlich melde ich mich mal wieder, und es scheint sich bereits jetzt abzuzeichnen, dass es schwierig sein wird, neue posts hier einzutragen... wer also mehr erfahren moechte sollte unter www.aufnachsydney.de nachlesen, dieser Blog wird mehrmals tagelich aktualisiert. Im Moment sitze ich am Laptop unserer "Gastomi" und kann daher auch nur einen ganz kurzen Bericht schreiben. Die erste Nachricht: es ist saukalt hier unten! 10 Grad und sehr windig, was das angeht freuen wir uns alle sehr auf Sydney, wo es ein paar Grad waermer ist. Erst recht weil ich etwas naiv keine Jacke eingepackt habe....
Ansonsten macht es hier in Melbourne aber sehr viel Spass. Wir waren Mittwoch und Donnerstag auf einer Zwei-Tagestour zur Great Ocean Road, einer Strasse entlang der Kueste, wo wir unter anderem beeindruckende Felsformationen und einige Koalas gesehen haben. Donnerstag waren wir in einer nachgebauten Goldgraeberstadt, die ziemlich gross war und wir ne Menge Spass hatten. Gestern war dann wieder Programm in den Gemeinden und ein grosser Gottesdienst mit ueber 30.000 Jugendlichen aus der ganzen Welt hier im Stadion. Das war sehr beeindruckend, zumal wir vor und nach der Messe fuer ordentlich Stimmung gesorgt haben (vielleicht findet ihr ja das ein oder andere Video bei youtube). Es ist wirklich super zu sehen und zu erfahren, wie viele Jugendliche aus der ganzen Welt richtig Party machen koennen (mit allem was dazu gehoert) und dann waehrend der Messe eine ruhige, andaechtige Atmosphaere herrscht, sodass man es wirklich Gottesdienst nennen kann. Und ihr koennt euch vorstellen, was fuer ein Aufwand es ist dafuer zu sorgen, dass 30.000 Leute innerhalb weniger Minuten zur Kommunion gehen koennen.
Anschliessend haben wir wiedermal Party gemacht und den Abend in einem Pub in der Innnenstadt mit australischem Bier ausklingen lassen. Und das ist mal wirklich herb!
Heute waren wir dann mit unserer "Gastomi" beim Football Match (sie hat eine Dauerkarte und kennt jeden Spieler mit all seinen Statistiken!). Es war mal wieder sehr kalt, aber trotzdem spannend und lustig. Jetzt gibt es gleich Abendessen und anschliessend geht's wohl nochmal in die Stadt. Sonntag ist dann der Tag in den Familien und Montag (um 5h morgens!) geht dann unser Bustransfer nach Sydney los. 15 Stunden Busfahrt warten auf uns und ich hoffe, dass unser Gepaeck am Ende auch wohlbehalten ankommt. Das soll's erstmal gewesen sein. Freue mich natuerlich immer ueber Kommentare und ihr duerft diese Adresse auch ruhig weitergeben ;-)
Mir geht's hier prima! Viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Achja, zum Vormerken: am 20.7. lauft in der ARD eine Reportage ueber den WJT, und wir sind auch dabei... werden (mal wieder ;-) von einem Filmteam begleitet...
Samstag, 12. Juli 2008
Dienstag, 8. Juli 2008
Die ersten Erlebnisse aus Down Under
Ich sitze gerade in der uni Bibliothek in Melbourne wo wir uns gerade offiziell registriert haben. Und da wollte ich nochmal schnell meine ersten Eindruecke um den Globus schicken....
Der Flug war super! Schon in Frankfurt beim Einchecken war das Terminal voll mit Pilgern nach Australien, ueberall sah man die Dschungelhuete, das Erkennungszeichen aller deutschen Pilger. An Bord waren neben den Gruppen aus Trier und Speyer dann auch eine Gruppe spanischer Pilger, die Gitarre spielten und Salsa tanzten, wo es moeglich war im Flughafen. Es war einfach eine gute Stimmung und der Flug bequem und stressfrei. Umsteigen in Singapur war kein Problem und so landeten wir Montagmorgen um 4.30h Ortszeit in Melbourne bei 13 Grad und leichtem Regen. Bis dahin war alles super organisiert, ab dann ging es aber erstmal mit Improvisieren los: der Willkommenschalter am Flughafen, wo wir uns melden sollten, war geschlossen, weit und breit niemand zu sehen. Wir haben dann auf die erste deutsche Gruppe gewartet und haben uns an die rangehaengt, bis uns ein netter Gastvater einer anderen Familie zu "unserem" Pfarrheim fuhr, wo wir mit Tee und Keksen empfangen wurden. Anschliessend haben wir Melbourne erkundet und seit gestern abend wohne ich bei einer sehr freundlichen aelteren Frau, die mich und Tammo (der auch mit dem BDKJ nach Australien geflogen ist) sehr nett empfangen hat. Heute morgen waren wir mit einer Gruppe im Altenheim zu Besuch und erkunden jetzt wieder die Stadt, bevor es dann morgen auf eine zweitaegige Tour zur Great Ocean Road geht. Hier in der Naehe hat es heute Nacht geschneit und das Wetter ist sehr kalt und regnerisch. Mehr gibt es im Moment auch noch gar nicht zu berichten. Habe schon viele kleine Anekdoten erlebt, aber jetzt keine Zeit davon zu erzaehlen. Schliesslich wollen auch noch andere an diesen Rechner. Also, ich hoffe euch geht's gut, schicke viele Gruesse in die Heimat!
Ratze
Der Flug war super! Schon in Frankfurt beim Einchecken war das Terminal voll mit Pilgern nach Australien, ueberall sah man die Dschungelhuete, das Erkennungszeichen aller deutschen Pilger. An Bord waren neben den Gruppen aus Trier und Speyer dann auch eine Gruppe spanischer Pilger, die Gitarre spielten und Salsa tanzten, wo es moeglich war im Flughafen. Es war einfach eine gute Stimmung und der Flug bequem und stressfrei. Umsteigen in Singapur war kein Problem und so landeten wir Montagmorgen um 4.30h Ortszeit in Melbourne bei 13 Grad und leichtem Regen. Bis dahin war alles super organisiert, ab dann ging es aber erstmal mit Improvisieren los: der Willkommenschalter am Flughafen, wo wir uns melden sollten, war geschlossen, weit und breit niemand zu sehen. Wir haben dann auf die erste deutsche Gruppe gewartet und haben uns an die rangehaengt, bis uns ein netter Gastvater einer anderen Familie zu "unserem" Pfarrheim fuhr, wo wir mit Tee und Keksen empfangen wurden. Anschliessend haben wir Melbourne erkundet und seit gestern abend wohne ich bei einer sehr freundlichen aelteren Frau, die mich und Tammo (der auch mit dem BDKJ nach Australien geflogen ist) sehr nett empfangen hat. Heute morgen waren wir mit einer Gruppe im Altenheim zu Besuch und erkunden jetzt wieder die Stadt, bevor es dann morgen auf eine zweitaegige Tour zur Great Ocean Road geht. Hier in der Naehe hat es heute Nacht geschneit und das Wetter ist sehr kalt und regnerisch. Mehr gibt es im Moment auch noch gar nicht zu berichten. Habe schon viele kleine Anekdoten erlebt, aber jetzt keine Zeit davon zu erzaehlen. Schliesslich wollen auch noch andere an diesen Rechner. Also, ich hoffe euch geht's gut, schicke viele Gruesse in die Heimat!
Ratze
Freitag, 4. Juli 2008
Der Countdown läuft
In weniger als 14 Stunden geht's endlich los auf die Reise nach Australien! Ein langer Tag ist nun abgeschlossen und mit dem letzten kühlen Jever für die nächsten 6 Wochen schreibe ich diesen Blog-Eintrag. Nachdem ich die letzten beiden Tage noch fleißig Geld verdient habe, steht nun (endlich!) mein Backpacker Rucksack fertig gepackt mit Isomatte und Schlafsack (19,4kg) bereit um zusammen mit mir auf große Reise zu gehen. Ich muss sagen, während des Packens kamen die Erinnerung an Südafrika wieder hoch und damit stieg auch die Vorfreude auf die nächste Reise! Jetzt kann ich es kaum noch erwarten, morgen abend um diese Zeit endlich in Frankfurt von der Landebahn abzuheben... immerhin verabschiedet sich der Norden Deutschlands wie man es erwartet: Regen und 15°C - das gleiche Wetter wird mich in Melbourne erwarten.
Meine Visa-Probleme haben sich dank mehrerer freundlicher australischen Behörden geklärt und nachdem mein Reisebüro es noch einmal spannend gemacht hat sind heute auch die Reiseunterlagen gekommen - das nenne ich Timing! Jetzt also noch eine Nacht richtig gut in meinem bequemen Bettchen hier in Jever schlafen und dann heißt es ab morgen Isomatte und Turnhallenboden (WJT) bzw. Hostels und Zelte.
Wer mehr über den Weltjugendtag erfahren möchte, kann ja mal auf www.wyd2008.org nachgucken und da wir große Teile des Programms mit der Gruppe des BDKJ Vechta unternehmen, ist www.aufnachsydney.de auch eine gute Adresse, da dieser Blog auch täglich mit neuen Infos gepflegt wird.
Das war's erstmal für's erste, der nächste Eintrag kommt dann irgendwo vom fünften Kontinent. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, schöne Sommerferien und bis bald!
Viele Grüße,
Ratze
Meine Visa-Probleme haben sich dank mehrerer freundlicher australischen Behörden geklärt und nachdem mein Reisebüro es noch einmal spannend gemacht hat sind heute auch die Reiseunterlagen gekommen - das nenne ich Timing! Jetzt also noch eine Nacht richtig gut in meinem bequemen Bettchen hier in Jever schlafen und dann heißt es ab morgen Isomatte und Turnhallenboden (WJT) bzw. Hostels und Zelte.
Wer mehr über den Weltjugendtag erfahren möchte, kann ja mal auf www.wyd2008.org nachgucken und da wir große Teile des Programms mit der Gruppe des BDKJ Vechta unternehmen, ist www.aufnachsydney.de auch eine gute Adresse, da dieser Blog auch täglich mit neuen Infos gepflegt wird.
Das war's erstmal für's erste, der nächste Eintrag kommt dann irgendwo vom fünften Kontinent. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, schöne Sommerferien und bis bald!
Viele Grüße,
Ratze
Donnerstag, 26. Juni 2008
Es geht wieder los....
Wie schon angekündigt steht meine Reise zum zweiten Kontinent in diesem Jahr vor der Tür. Am 5. Juli gehts abends in Frankfurt los über Singapur und Sydney nach Melbourne. Dort verbringen wir dann einige Tage in australischen Gastfamilien bevor es zum Weltjugendtag nach Sydney geht. Auf dieses Event habe ich mich schon seit drei Jahren gefreut und in 10 Tagen ist es endlich so weit! Nach dem Weltjugendtag werde ich noch zusammen mit einer Freundin für 4 Wochen als Backpacker durch Australien ziehen: wenn schon - denn schon ;-)
Einige Auszüge aus unserer Route: Sysdeny - Brisbane (mit Aufenthalt auf der größten Sandinsel der Welt) nach Cairns. Dort dann schnorcheln am Great Barrier Reef und den Regenwald erkunden. Weiter nach Alice Springs, wo wir eine Camping Tour um den Uluru (Ayers Rock) machen werden. Von da weiter nach Adelaide und wieder zurück über Sydney - Singapur nach Frankfurt. Einige Highlights erwarten uns und wir sind schon sehr gespannt auf diese Tour!
Ich weiß nicht wie regelmäßig ich es schaffe hier reinzuschreiben, kann also nichts versprechen, und ganz ehrlich: wenn ihr die Wahl hättet zwischen nem kilometerlangen Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen - oder nem kleinen heißen Internetcafé..... ;-)
Also, bis ich endlich abhebe müssen noch einige organisatorische Dinge geklärt werden, bin dieses Mal sehr spät dran mit den ganzen Dingen wie Visa, Ausweise, etc.... aber das wird schon!
Viele Grüße in die weite Welt!
Ratze
Einige Auszüge aus unserer Route: Sysdeny - Brisbane (mit Aufenthalt auf der größten Sandinsel der Welt) nach Cairns. Dort dann schnorcheln am Great Barrier Reef und den Regenwald erkunden. Weiter nach Alice Springs, wo wir eine Camping Tour um den Uluru (Ayers Rock) machen werden. Von da weiter nach Adelaide und wieder zurück über Sydney - Singapur nach Frankfurt. Einige Highlights erwarten uns und wir sind schon sehr gespannt auf diese Tour!
Ich weiß nicht wie regelmäßig ich es schaffe hier reinzuschreiben, kann also nichts versprechen, und ganz ehrlich: wenn ihr die Wahl hättet zwischen nem kilometerlangen Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen - oder nem kleinen heißen Internetcafé..... ;-)
Also, bis ich endlich abhebe müssen noch einige organisatorische Dinge geklärt werden, bin dieses Mal sehr spät dran mit den ganzen Dingen wie Visa, Ausweise, etc.... aber das wird schon!
Viele Grüße in die weite Welt!
Ratze
Freitag, 28. März 2008
Wieder daheim....
+++ Eine unvorstellbar schöne Reise +++ KALT!!!! +++ Uni-Alltag +++ noch 3 Monate bis Australien +++
Moin zusammen,
seit gestern bin ich wieder zurück im kalten (!) Deutschland, hatte ja eigentlich ein bisschen auf Frühling gehofft, stattdessen jetzt dicke Jacken und Winterschuhe. Aber der Sommer kommt bestimmt bald!
Meine Reise mit Jan-Bernd und Mark war einfach nur super! Ich hätte nie gedacht, dass Südafrika so unterschiedliche Plätze zu bieten hat. Neben den vielen Menschen, die wir getroffen haben und den vielen verschiedenen Kulturen ist auch die Landschaft total beeindruckend und sehr unterschiedlich. Nachdem wir im Blyde River Canyon durch Schluchten und über Bergpässe gefahren sind und für ein paar Tage hunderte von Tieren (darunter auch 4 der "Big Five" - die Leoparden haben sich einfgach zu gut versteckt!) im Krüger Nationalpark gesehen hatten, ging es weiter durch das kleine Swaziland nach St. Lucia an die Ostküste. Der Indische Ozean war so warm, dass es gar keine richtige Abkühlung bei den über 30 Grad heißen Temperaturen mehr war. Danach ging es für zwei Tage in die Berge an die Grenze zu Lesotho, wo ich bei einem Tagestrip das Mittagessen bei einem atemberaubenden kilometerweiten Ausblick genießen konnte.
Danach rief uns das Meer wieder und so ging es erst nach Coffee Bay (ein kleiner gemütlicher Ort mit sagenhaften Klippen im Meer und Delphinen) und danach nach Jeffreys Bay, wo wir unsere ersten Surf-Versuche machten. Nachdem dann das Wetter im Tsitsikamma Nationalpark (Hiken an der Küste mit Höhlen und Wasserfällen) nicht so gut war, und wir uns einen Tag in Buffalo Bay (ein Ort der quasi nur aus einem Hostel und kilometerlangen feinen Sandstränden besteht) erholt hatten, waren wir am südlichsten Punkt Afrikas (dem Cape Agulhas) bevor wir am Ende dann die letzten Tage in Kapstadt verbracht haben.
Soweit nur der Schnelldurchlauf, in insgesamt 21 Tagen haben wir über 4500 km mit unserem Mietwagen zurückgelegt (mit nur einer Jack Johnson CD) und soviel gesehen und erlebt, dass ich noch einige Zeit brauchen werde, um all das zu verarbeiten und auch die Fotos zu sortieren. Ihr seid alle eingeladen in unserer WG in Oldenburg vorbeizukommen um Tee zu trinken und euch über ein sehr schönes und interessantes Land vorschwärmen zu lassen!
Leider geht es jetzt wieder non-stop ins Uni Leben, da ja nur ein sehr kurzes (und daher leider um so arbeitsreicheres) Sommersemester vor mir liegt. Am 5. Juli geht bereits wieder mein Flieger nach Melbourne, von wo aus ich meinen 6-wöchigen Australien Urlaub starten werde. Alle die spätestens jetzt neidisch sind, sind dies zurecht und alle die einen freien Job für mich haben, dürfen sich gerne bei mir melden (Reisen ist teuer!).
Euch allen einen guten Start ins Semester und einen hoffentlich baldigen heißen Sommer! Ich werde versuchen, wieder aus Australien zu berichten.
Viele Grüße!
Ratze
Moin zusammen,
seit gestern bin ich wieder zurück im kalten (!) Deutschland, hatte ja eigentlich ein bisschen auf Frühling gehofft, stattdessen jetzt dicke Jacken und Winterschuhe. Aber der Sommer kommt bestimmt bald!
Meine Reise mit Jan-Bernd und Mark war einfach nur super! Ich hätte nie gedacht, dass Südafrika so unterschiedliche Plätze zu bieten hat. Neben den vielen Menschen, die wir getroffen haben und den vielen verschiedenen Kulturen ist auch die Landschaft total beeindruckend und sehr unterschiedlich. Nachdem wir im Blyde River Canyon durch Schluchten und über Bergpässe gefahren sind und für ein paar Tage hunderte von Tieren (darunter auch 4 der "Big Five" - die Leoparden haben sich einfgach zu gut versteckt!) im Krüger Nationalpark gesehen hatten, ging es weiter durch das kleine Swaziland nach St. Lucia an die Ostküste. Der Indische Ozean war so warm, dass es gar keine richtige Abkühlung bei den über 30 Grad heißen Temperaturen mehr war. Danach ging es für zwei Tage in die Berge an die Grenze zu Lesotho, wo ich bei einem Tagestrip das Mittagessen bei einem atemberaubenden kilometerweiten Ausblick genießen konnte.
Danach rief uns das Meer wieder und so ging es erst nach Coffee Bay (ein kleiner gemütlicher Ort mit sagenhaften Klippen im Meer und Delphinen) und danach nach Jeffreys Bay, wo wir unsere ersten Surf-Versuche machten. Nachdem dann das Wetter im Tsitsikamma Nationalpark (Hiken an der Küste mit Höhlen und Wasserfällen) nicht so gut war, und wir uns einen Tag in Buffalo Bay (ein Ort der quasi nur aus einem Hostel und kilometerlangen feinen Sandstränden besteht) erholt hatten, waren wir am südlichsten Punkt Afrikas (dem Cape Agulhas) bevor wir am Ende dann die letzten Tage in Kapstadt verbracht haben.
Soweit nur der Schnelldurchlauf, in insgesamt 21 Tagen haben wir über 4500 km mit unserem Mietwagen zurückgelegt (mit nur einer Jack Johnson CD) und soviel gesehen und erlebt, dass ich noch einige Zeit brauchen werde, um all das zu verarbeiten und auch die Fotos zu sortieren. Ihr seid alle eingeladen in unserer WG in Oldenburg vorbeizukommen um Tee zu trinken und euch über ein sehr schönes und interessantes Land vorschwärmen zu lassen!
Leider geht es jetzt wieder non-stop ins Uni Leben, da ja nur ein sehr kurzes (und daher leider um so arbeitsreicheres) Sommersemester vor mir liegt. Am 5. Juli geht bereits wieder mein Flieger nach Melbourne, von wo aus ich meinen 6-wöchigen Australien Urlaub starten werde. Alle die spätestens jetzt neidisch sind, sind dies zurecht und alle die einen freien Job für mich haben, dürfen sich gerne bei mir melden (Reisen ist teuer!).
Euch allen einen guten Start ins Semester und einen hoffentlich baldigen heißen Sommer! Ich werde versuchen, wieder aus Australien zu berichten.
Viele Grüße!
Ratze
Dienstag, 4. März 2008
Ab jetzt heisst es: Urlaub!!!
+++ Apartheid Museum +++ Abschied in Soweto +++ Vorfreude auf den Urlaub +++
Moin zusammen,
da waere ich nun, um meinen letzten Eintrag in diesem Blog aus dem Computer Raum der Wits Universitaet zu schreiben. Nachdem ich am Sonntagmorgen zusammen mit Fiona und Lingh, zwei internationalen Studenten hier, im Apartheid Museum war (was an dieser Stelle allen Suedafrika-Reisenden sehr empfohlen sei, habe noch nie eine so gut gestaltete Ausstellung gesehen!), holte mich nachmittags Sheila, meine Kontaktdozentin hier in Suedafrika, ab, um bei ihr Tee zu trinken und von meiner Zeit in Soweto zu berichten. Sie kommt im April mit einigen Studentinnen nach Oldenburg. Zwei der Studentinnen waren dann auch beim Tee und ich wurde ueber unserer Uni und die Stadt ausgefragt. Ausserdem habe ich zugesagt, mich um den Transport zu kuemmern... Falls also jemand Lust und Zeit hat mit seinem Auto am 8. April nach Duesseldorf zu fahren, um 6 suedafrikanische Studentinnen abzuholen... ;-)
Montagmorgen ging es dann mit Brian, Medizinstudent, der mal Soweto sehen wollte, zu unserem Haus, wo mir Nthabiseng sagte, ich sollte bloss nicht reingehen, da morgens wohl eine Schlange irgendwie reingekommen sei, die sie erst fangen muesse. Der Ort wo wir wohnen heisst Snake Park, und dass nicht umsonst. Frueher hat es dort wohl nur so von Schlangen gewimmelt. Naja, auf jeden Fall fuhren wir dann zum creche, und als Brian wieder weg war machte ich mich daran, ein letztes Mal das neue Badezimmer zu streichen, was jetzt schoen hellgelb aussieht.
Ausserdem war es ein wunderschoener angenehm warmer Sommertag, und ich lag viel im Gras (das erste Mal, dass ich das gemacht habe) und habe die Kinder beobachtet, wie sie spielten, und habe an die letzten sieben Wochen hier gedacht - es war herrlich.
Abends dauerte es dann ewig, bis wir nach Hause gegangen sind, weil Thabo und Mimi noch alles ausfuehrlich aufgeraeumt haben.
Als wir dann nach Hause kamen, kam Nthabiseng raus und sagte, sie haetten die Schlange mittlerweile in meinem Zimmer unter dem Bett gefunden und in die Ecke getrieben, aber ich sollte noch warten, bis sie sie gefangen haette. Also setzte ich mich zum Nachbarn und wartete. Als dann nach und nach einige Nachbarn vorbei kamen und ich sie in unserem Garten verschwinden sah, dachte ich mir langsam, dass das eine sehr komische Schlange sein muss.
Und kurze Zeit spaeter droehnte auf einmal afrikanische Musik aus unserem Haus und alle holten mich tanzend (einige mit traditionellen Hueten) ab, um mich ins Haus zu fuehren. Dort hatte man alles rausgeputzt und im Esszimmer an der Wand ein grosses Plakat fuer mich aufgehaengt, rund herum Luftballons und Briefe von den Kindern. Ehe ich mich versah, wurden mir Polo Shirt und Schuhe ausgezogen, und ich wurde mit Fell Flip-Flops und einem afrikanischen Kostuem neu eingekleidet. Das Kostuem hatte Thembi extra fuer mich das ganze Wochenende genaeht und mit Stickerreien verziert. Wir tanzten eine Weile zu der Musik, anschliessend wurde reichlich sehr leckeres Essen serviert, was sie den ganzen Tag gekocht hatten, und nach und nach kamen immer mehr Besucher. Nachbarn, Lehrer, Arbeiter, Freunde - alle die ich in den letzten sieben Wochen getroffen hatte kamen vorbei, um sich zu verabschieden und mitzufeiern. Ich war sichtlich geruehrt und wusste gar nicht, was ich sagen wollte, als man mich zu einer Rede aufforderte und wir mit Sekt anstiessen. Danach wurde viel getanzt und gefeiert, wir mussten mehrmals Bier nachkaufen und es war ein wirklich sehr schoener Abend! Obwohl heute morgen ja alle zur Arbeit mussten, feierten wir bis 24h, was hier sehr lange ist (um 5h stehen die meisten wieder auf!). Als ich dann Thabo als letzten verabschiedete und die Musik ausmachte, war ich sehr froh nach einem langen Tag auf mein Bett zu plumpsen und sehr schnell einzuschlafen.
Heute morgen durfte ich dann ausschlafen (8h), anschliessend machte ich Fruehstueck und Nthabi und ich raeumten alles auf. Harold holte mich (ein letztes Mal) ab und brachte mich nach Jo'burg, wo ich den Tag damit verbrachte, Sachen zu organisieren und den Main Campus nochmal aufzusuchen. Nun ist es hier kurz vor sechs und in vier Stunden landen Jan Bernd und Mark auf dem Johannesburg International Airport. Dort wartet (hoffentlich) unser gemietetes Auto. Die erste Nacht verbringen wir noch hier in Jo'burg, dann gehts fuer einen Tag nach Soweto und Donnerstag startet unsere grosse Abenteuer Tour durchs Land. Das Wochenende verbringen wir im Krueger Nationalpark und danach schlagen wir uns durch Berge und entlang der Kueste nach Kapstadt durch, wo wir Ostern feiern werden und anschliessend nach Deutschland zurueck fliegen. Mit diesen drei Wochen Urlaub kroene ich meine Zeit hier in Suedafrika und relaxe nochmal so richtig, bevor das Studium im April in Deutschland wieder losgeht. Waehrend der Zeit werde ich leider keine Moeglichkeit haben, hier regelmaessig reinzuschreiben, aber ich werde berichten, wenn ich wieder in Deutschland bin, und dann auch sagen, wie und wo ich die Fotos veroeffentliche.
Zum Schluss noch ein kurzes Dankeschoen an alle, die diesen Blog gelesen haben, mir Emails und Kommentare geschickt und mich auf meiner Reise hier von der Ferne aus Deutschland und der ganzen Welt (wo auch immer ihr euch gerade alle aufhaltet!) begleitet haben.
Ich wuensche euch 'ne tolle Zeit, den Schuelern bald schoene Ferien, den Studenten weiterhin schoene Ferien und allen zusammen schon einmal frohe Ostern! (das schreibt sich total komisch bei 27 Grad ;-)
Viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Moin zusammen,
da waere ich nun, um meinen letzten Eintrag in diesem Blog aus dem Computer Raum der Wits Universitaet zu schreiben. Nachdem ich am Sonntagmorgen zusammen mit Fiona und Lingh, zwei internationalen Studenten hier, im Apartheid Museum war (was an dieser Stelle allen Suedafrika-Reisenden sehr empfohlen sei, habe noch nie eine so gut gestaltete Ausstellung gesehen!), holte mich nachmittags Sheila, meine Kontaktdozentin hier in Suedafrika, ab, um bei ihr Tee zu trinken und von meiner Zeit in Soweto zu berichten. Sie kommt im April mit einigen Studentinnen nach Oldenburg. Zwei der Studentinnen waren dann auch beim Tee und ich wurde ueber unserer Uni und die Stadt ausgefragt. Ausserdem habe ich zugesagt, mich um den Transport zu kuemmern... Falls also jemand Lust und Zeit hat mit seinem Auto am 8. April nach Duesseldorf zu fahren, um 6 suedafrikanische Studentinnen abzuholen... ;-)
Montagmorgen ging es dann mit Brian, Medizinstudent, der mal Soweto sehen wollte, zu unserem Haus, wo mir Nthabiseng sagte, ich sollte bloss nicht reingehen, da morgens wohl eine Schlange irgendwie reingekommen sei, die sie erst fangen muesse. Der Ort wo wir wohnen heisst Snake Park, und dass nicht umsonst. Frueher hat es dort wohl nur so von Schlangen gewimmelt. Naja, auf jeden Fall fuhren wir dann zum creche, und als Brian wieder weg war machte ich mich daran, ein letztes Mal das neue Badezimmer zu streichen, was jetzt schoen hellgelb aussieht.
Ausserdem war es ein wunderschoener angenehm warmer Sommertag, und ich lag viel im Gras (das erste Mal, dass ich das gemacht habe) und habe die Kinder beobachtet, wie sie spielten, und habe an die letzten sieben Wochen hier gedacht - es war herrlich.
Abends dauerte es dann ewig, bis wir nach Hause gegangen sind, weil Thabo und Mimi noch alles ausfuehrlich aufgeraeumt haben.
Als wir dann nach Hause kamen, kam Nthabiseng raus und sagte, sie haetten die Schlange mittlerweile in meinem Zimmer unter dem Bett gefunden und in die Ecke getrieben, aber ich sollte noch warten, bis sie sie gefangen haette. Also setzte ich mich zum Nachbarn und wartete. Als dann nach und nach einige Nachbarn vorbei kamen und ich sie in unserem Garten verschwinden sah, dachte ich mir langsam, dass das eine sehr komische Schlange sein muss.
Und kurze Zeit spaeter droehnte auf einmal afrikanische Musik aus unserem Haus und alle holten mich tanzend (einige mit traditionellen Hueten) ab, um mich ins Haus zu fuehren. Dort hatte man alles rausgeputzt und im Esszimmer an der Wand ein grosses Plakat fuer mich aufgehaengt, rund herum Luftballons und Briefe von den Kindern. Ehe ich mich versah, wurden mir Polo Shirt und Schuhe ausgezogen, und ich wurde mit Fell Flip-Flops und einem afrikanischen Kostuem neu eingekleidet. Das Kostuem hatte Thembi extra fuer mich das ganze Wochenende genaeht und mit Stickerreien verziert. Wir tanzten eine Weile zu der Musik, anschliessend wurde reichlich sehr leckeres Essen serviert, was sie den ganzen Tag gekocht hatten, und nach und nach kamen immer mehr Besucher. Nachbarn, Lehrer, Arbeiter, Freunde - alle die ich in den letzten sieben Wochen getroffen hatte kamen vorbei, um sich zu verabschieden und mitzufeiern. Ich war sichtlich geruehrt und wusste gar nicht, was ich sagen wollte, als man mich zu einer Rede aufforderte und wir mit Sekt anstiessen. Danach wurde viel getanzt und gefeiert, wir mussten mehrmals Bier nachkaufen und es war ein wirklich sehr schoener Abend! Obwohl heute morgen ja alle zur Arbeit mussten, feierten wir bis 24h, was hier sehr lange ist (um 5h stehen die meisten wieder auf!). Als ich dann Thabo als letzten verabschiedete und die Musik ausmachte, war ich sehr froh nach einem langen Tag auf mein Bett zu plumpsen und sehr schnell einzuschlafen.
Heute morgen durfte ich dann ausschlafen (8h), anschliessend machte ich Fruehstueck und Nthabi und ich raeumten alles auf. Harold holte mich (ein letztes Mal) ab und brachte mich nach Jo'burg, wo ich den Tag damit verbrachte, Sachen zu organisieren und den Main Campus nochmal aufzusuchen. Nun ist es hier kurz vor sechs und in vier Stunden landen Jan Bernd und Mark auf dem Johannesburg International Airport. Dort wartet (hoffentlich) unser gemietetes Auto. Die erste Nacht verbringen wir noch hier in Jo'burg, dann gehts fuer einen Tag nach Soweto und Donnerstag startet unsere grosse Abenteuer Tour durchs Land. Das Wochenende verbringen wir im Krueger Nationalpark und danach schlagen wir uns durch Berge und entlang der Kueste nach Kapstadt durch, wo wir Ostern feiern werden und anschliessend nach Deutschland zurueck fliegen. Mit diesen drei Wochen Urlaub kroene ich meine Zeit hier in Suedafrika und relaxe nochmal so richtig, bevor das Studium im April in Deutschland wieder losgeht. Waehrend der Zeit werde ich leider keine Moeglichkeit haben, hier regelmaessig reinzuschreiben, aber ich werde berichten, wenn ich wieder in Deutschland bin, und dann auch sagen, wie und wo ich die Fotos veroeffentliche.
Zum Schluss noch ein kurzes Dankeschoen an alle, die diesen Blog gelesen haben, mir Emails und Kommentare geschickt und mich auf meiner Reise hier von der Ferne aus Deutschland und der ganzen Welt (wo auch immer ihr euch gerade alle aufhaltet!) begleitet haben.
Ich wuensche euch 'ne tolle Zeit, den Schuelern bald schoene Ferien, den Studenten weiterhin schoene Ferien und allen zusammen schon einmal frohe Ostern! (das schreibt sich total komisch bei 27 Grad ;-)
Viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Samstag, 1. März 2008
Time to say goodbye...
+++ Letzte Woche in Soweto +++ so gut wie fertig +++ Abschiedstournee +++ Planungen +++ "Ratz-Bar" +++ Loewen, Giraffen und Krokodile +++
Moin zusammen,
das war sie also: meine letzte Woche in Soweto. 5 Tage, die (wie ueblich am Ende) viel zu schnell vergingen. Als ich Montag ankam, war auf der Baustelle beim creche nix los, der Rohbau war Samstag fertiggestellt worden und wir mussten auf die Maenner warten, die die Mauern verputzen sollten. Und das Warten kann anstrengend werden, wenn einem die Zeit im Ruecken sitzt. Habe versucht, moeglichst viel organisatorischen Kleinkrams zu erledigen, was auch ganz gut ging. Dienstagmorgen kamen dann die Arbeiter und ich packte fleissig mit an, was sie anfangs etwas komisch fanden: zum einen werden sie ja fuer ihre Arbeit bezahlt, warum sollte ich dann quasi "umsonst" helfen, und zum zweiten: ein Weisser der ihnen zuarbeitete, das ist ihnen noch nie passiert. Und so eilten sie mir anfangs schnell zu Hilfe, wenn ich 'nen Spaten in die Hand nahm oder die Schubkarre mit Moertel schieben wollte, aber nach einiger Zeit, war ich voll akzeptiert und zwischendurch brachte einer der beiden mir sogar bei, wie man geschickt mit 'ner Kelle den Putz gegen die Wand klatscht um ihn dann glatt zu streichen. Ist schwieriger als es aussieht immer die richtige Stelle zu treffen. Aber am Ende des Tages waren die Raeume von innen fertig verputzt.
Mittwoch startete mit Regen. Anfangs arbeitete ich im Regen, aber als er staerker wurde, und ich immer nasser, habe ich mich dann doch zurueckgezogen. Aergerlich, schliesslich war die Zeit gegen uns. Nach dem Mittagessen kam dann die Sonne raus und ich konnte nochmal richtig ranklotzen. Ausserdem kam (nach zwei Wochen!) und merhmaligem Nachhaken endlich ein Eskom (der Stromkonzern) Mitarbeiter um sich unserem Problem anzunehmen (wir hatten seit zwei Wochen keinen Strom mehr und kochten mit Gas). Eine kurze Pruefung ergab, dass das Problem am Kabel irgendwo zwischen Stromkasten und Leitungspfosten am Rande des Grundsteucks liegen muss. Die erste Alternative, die schnell verworfen wurde, war, das Kabel komplett auszubuddeln und durchzuchecken. Dummerweise stehen zwei Blechhuetten und ein Huehnerkaefig im Weg und keiner weiss so genau, wo das Kabel eigentlich lang laeuft. Also war die zweite Idee, ein neues Kabel zu ziehen, diesmal ueberirdisch. Die Eskom Mitarbeiter versprachen nachmittags wiederzukommen, und so rueckten sie 3 Stunden spaeter (diesmal in zivil) mit 'nem Kabel und ein paar Werkzeugen an. nach einer Stunde hatten wir wieder Strom und die Maenner ein bisschen "Nebenverdienst" in der Tasche. Waehrend wir das Kabel installierten, wurde ich die ganze Zeit ueber Deutschland und Fussball ausgefragt, sein Lieblingsspieler (und der einzige den er kannte) war Lothar Matthaeus. Ich erspare mir meinen Kommentar.
Donnerstag begann dann meine "Abschiedstournee". Ein letztes Mal kam Gill und wir fuhren in die Schule um Plastikstuehle (eine Spende der deutschen Schule aus dem neuen Projekt) zu liefern, uns zu verabschieden und viel Glueck fuer den Wettbewerb zu wuenschen. Ich bleibe weiter in Kontakt und versuche eine Schulpartnerschaft aufzubauen. Danach ging's weiter zu Cashbuild, um ein letztes Mal (definitiv die meist genutzten Woerter diese Woche) mit Listen durch die Gaenge zu rennen und die SKU Bestell-Nummern zu notieren. Da ich in den letzten Wochen so oft da war und mittlerweile auch 'ne Menge Geld da gelassen habe, wurde ich vom Chef persoenlich begruesst und die Mitarbeiter riefen mir durch die Gaenge zu, wie es mir geht. Ich habe es genossen, nochmal zu "shoppen". Eine Stunde und 7000 Rand (ca. 700 Euro) spaeter war alles fertig und ich verabschiedete und bedankte mich, die Mitarbeiter haben in den letzten Wochen einiges moeglich gemacht und Extra Wuensche erfuellt.
Anschliessend waren wir noch in ein paar anderen Geschaeften um Sachen einzukaufen, bevor wir um 16h wieder zurueck waren. Ein langer Tag mit viel hin und herlaufen, inzwischen waren die Arbeiter auch mit den restlichen Mauern und Fenstern fertig.
Gestern startete ich dann mit streichen, die Farbe trocknet gerade und naechste Woche kann dann ein zweites Mal gestrichen werden. Ausserdem habe ich heute von Gill die Duschvorhaenge bekommen, die ich Montag anbringen werde. Damit waeren die Gebaeude dann fertig - nach knapp vier Wochen harter Arbeit. Nach Gills Meinung ein Wunder hier in Suedafrika. Ich bin sehr froh dass ich das Projekt (fast) beenden konnte in meiner Zeit. Das hatte ich mir vorgenommen..
Nachmittags holte Harold mich wie gewohnt ab, und abends waren wir (wieder mal, aber auch zum letzten Mal) in Melville in einem sehr guten Restaurant essen. Die Musik von draussen machte Lust auf Bier, Cocktails und tanzen und so beschlossen wir in die Kneipe neben an zu gehen. Der Name (ist wirklich war!): Ratz-Bar. Ich war also genau richtig. und nach dem ersten Bier sah ich ein Gin-Tonic an mir vorueber schweben. Da Chinin ein gutes Mittel zur Malariavorbeugung sein soll (und natuerlich nur deswegen!) orderte ich auch einen (mit vielen gruessen an Annika!). Eineinhalb Stunden und zweieinhalb doppelte Gin Tonics spaeter war dann auch endlich Zeit zurueck zu fahren, denn heute war frueh aufstehen angesagt.
Nachdem ich den Bus um 8h zur Rosebank Mall genommen hatte um Unmengen von Schokolade, Suessigkeiten und Obst einzukaufen sah ich mich kurze Zeit spaeter Auge in Auge mit einem Krokodil. Es folgten Affen, Loewen, Zebras, Elefanten, und, und, und.... Als kleines Dankeschoen hatte ich meine Gastfamilie heute in den Johannesburger Zoo eingeladen, fuer die Kinder ein Riesenereignis! Ich hatte es geheim gehalten und nur die Mutter wusste bescheid. Wir trafen uns am Eingang und schlenderten dann durch den Zoo, assen Schokolade und spielten. Der Zoo ist sehr gross und wirklich schoen angelegt. Lustigerweise waren mehr Kinder mitgekommen, als eigentlich zur Familie gehoeren, die Chance liessen sie sich wohl nicht entgehen.
Komme also gerade vom Zoo wieder, und gleich geht's schon wieder essen (diesmal nicht nach Melville sondern irgendwo indisch...). Hier wird nun ein Abschied nach dem anderen gefeiert, heute Nacht fliegt Anne zurueck in die USA. Morgen will ich mir dann noch ein bisschen Kultur antun und das Apartheid Museum angucken, danach treffe ich mich mit Sheila, der suedafrikanischen Politikdozentin um ueber meinen Aufenthalt zu berichten. Montag geht's wieder fuer einen Tag nach Soweto, Dienstag dann zurueck und Mittwoch starte ich in meinen dreiwoechigen Traumurlaub. Mit dem Auto geht es quer durch Suedafrika bis nach Kapstadt, einen schoeneren Abschluss kann man sich glaube ich nicht wuenschen. Ich hoffe mich bis dahin nochmal melden zu koennen...
Ansonsten hoffe ich, dass Emma euch alle in Ruhe gelassen hat! Fuer Maren sei erwaehnt, dass es hier mit 23 Grad heute etwas kuehler war als sonst, was sehr angenehm war!
Wuensche euch allen ein schoenes Wochenende, viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
Moin zusammen,
das war sie also: meine letzte Woche in Soweto. 5 Tage, die (wie ueblich am Ende) viel zu schnell vergingen. Als ich Montag ankam, war auf der Baustelle beim creche nix los, der Rohbau war Samstag fertiggestellt worden und wir mussten auf die Maenner warten, die die Mauern verputzen sollten. Und das Warten kann anstrengend werden, wenn einem die Zeit im Ruecken sitzt. Habe versucht, moeglichst viel organisatorischen Kleinkrams zu erledigen, was auch ganz gut ging. Dienstagmorgen kamen dann die Arbeiter und ich packte fleissig mit an, was sie anfangs etwas komisch fanden: zum einen werden sie ja fuer ihre Arbeit bezahlt, warum sollte ich dann quasi "umsonst" helfen, und zum zweiten: ein Weisser der ihnen zuarbeitete, das ist ihnen noch nie passiert. Und so eilten sie mir anfangs schnell zu Hilfe, wenn ich 'nen Spaten in die Hand nahm oder die Schubkarre mit Moertel schieben wollte, aber nach einiger Zeit, war ich voll akzeptiert und zwischendurch brachte einer der beiden mir sogar bei, wie man geschickt mit 'ner Kelle den Putz gegen die Wand klatscht um ihn dann glatt zu streichen. Ist schwieriger als es aussieht immer die richtige Stelle zu treffen. Aber am Ende des Tages waren die Raeume von innen fertig verputzt.
Mittwoch startete mit Regen. Anfangs arbeitete ich im Regen, aber als er staerker wurde, und ich immer nasser, habe ich mich dann doch zurueckgezogen. Aergerlich, schliesslich war die Zeit gegen uns. Nach dem Mittagessen kam dann die Sonne raus und ich konnte nochmal richtig ranklotzen. Ausserdem kam (nach zwei Wochen!) und merhmaligem Nachhaken endlich ein Eskom (der Stromkonzern) Mitarbeiter um sich unserem Problem anzunehmen (wir hatten seit zwei Wochen keinen Strom mehr und kochten mit Gas). Eine kurze Pruefung ergab, dass das Problem am Kabel irgendwo zwischen Stromkasten und Leitungspfosten am Rande des Grundsteucks liegen muss. Die erste Alternative, die schnell verworfen wurde, war, das Kabel komplett auszubuddeln und durchzuchecken. Dummerweise stehen zwei Blechhuetten und ein Huehnerkaefig im Weg und keiner weiss so genau, wo das Kabel eigentlich lang laeuft. Also war die zweite Idee, ein neues Kabel zu ziehen, diesmal ueberirdisch. Die Eskom Mitarbeiter versprachen nachmittags wiederzukommen, und so rueckten sie 3 Stunden spaeter (diesmal in zivil) mit 'nem Kabel und ein paar Werkzeugen an. nach einer Stunde hatten wir wieder Strom und die Maenner ein bisschen "Nebenverdienst" in der Tasche. Waehrend wir das Kabel installierten, wurde ich die ganze Zeit ueber Deutschland und Fussball ausgefragt, sein Lieblingsspieler (und der einzige den er kannte) war Lothar Matthaeus. Ich erspare mir meinen Kommentar.
Donnerstag begann dann meine "Abschiedstournee". Ein letztes Mal kam Gill und wir fuhren in die Schule um Plastikstuehle (eine Spende der deutschen Schule aus dem neuen Projekt) zu liefern, uns zu verabschieden und viel Glueck fuer den Wettbewerb zu wuenschen. Ich bleibe weiter in Kontakt und versuche eine Schulpartnerschaft aufzubauen. Danach ging's weiter zu Cashbuild, um ein letztes Mal (definitiv die meist genutzten Woerter diese Woche) mit Listen durch die Gaenge zu rennen und die SKU Bestell-Nummern zu notieren. Da ich in den letzten Wochen so oft da war und mittlerweile auch 'ne Menge Geld da gelassen habe, wurde ich vom Chef persoenlich begruesst und die Mitarbeiter riefen mir durch die Gaenge zu, wie es mir geht. Ich habe es genossen, nochmal zu "shoppen". Eine Stunde und 7000 Rand (ca. 700 Euro) spaeter war alles fertig und ich verabschiedete und bedankte mich, die Mitarbeiter haben in den letzten Wochen einiges moeglich gemacht und Extra Wuensche erfuellt.
Anschliessend waren wir noch in ein paar anderen Geschaeften um Sachen einzukaufen, bevor wir um 16h wieder zurueck waren. Ein langer Tag mit viel hin und herlaufen, inzwischen waren die Arbeiter auch mit den restlichen Mauern und Fenstern fertig.
Gestern startete ich dann mit streichen, die Farbe trocknet gerade und naechste Woche kann dann ein zweites Mal gestrichen werden. Ausserdem habe ich heute von Gill die Duschvorhaenge bekommen, die ich Montag anbringen werde. Damit waeren die Gebaeude dann fertig - nach knapp vier Wochen harter Arbeit. Nach Gills Meinung ein Wunder hier in Suedafrika. Ich bin sehr froh dass ich das Projekt (fast) beenden konnte in meiner Zeit. Das hatte ich mir vorgenommen..
Nachmittags holte Harold mich wie gewohnt ab, und abends waren wir (wieder mal, aber auch zum letzten Mal) in Melville in einem sehr guten Restaurant essen. Die Musik von draussen machte Lust auf Bier, Cocktails und tanzen und so beschlossen wir in die Kneipe neben an zu gehen. Der Name (ist wirklich war!): Ratz-Bar. Ich war also genau richtig. und nach dem ersten Bier sah ich ein Gin-Tonic an mir vorueber schweben. Da Chinin ein gutes Mittel zur Malariavorbeugung sein soll (und natuerlich nur deswegen!) orderte ich auch einen (mit vielen gruessen an Annika!). Eineinhalb Stunden und zweieinhalb doppelte Gin Tonics spaeter war dann auch endlich Zeit zurueck zu fahren, denn heute war frueh aufstehen angesagt.
Nachdem ich den Bus um 8h zur Rosebank Mall genommen hatte um Unmengen von Schokolade, Suessigkeiten und Obst einzukaufen sah ich mich kurze Zeit spaeter Auge in Auge mit einem Krokodil. Es folgten Affen, Loewen, Zebras, Elefanten, und, und, und.... Als kleines Dankeschoen hatte ich meine Gastfamilie heute in den Johannesburger Zoo eingeladen, fuer die Kinder ein Riesenereignis! Ich hatte es geheim gehalten und nur die Mutter wusste bescheid. Wir trafen uns am Eingang und schlenderten dann durch den Zoo, assen Schokolade und spielten. Der Zoo ist sehr gross und wirklich schoen angelegt. Lustigerweise waren mehr Kinder mitgekommen, als eigentlich zur Familie gehoeren, die Chance liessen sie sich wohl nicht entgehen.
Komme also gerade vom Zoo wieder, und gleich geht's schon wieder essen (diesmal nicht nach Melville sondern irgendwo indisch...). Hier wird nun ein Abschied nach dem anderen gefeiert, heute Nacht fliegt Anne zurueck in die USA. Morgen will ich mir dann noch ein bisschen Kultur antun und das Apartheid Museum angucken, danach treffe ich mich mit Sheila, der suedafrikanischen Politikdozentin um ueber meinen Aufenthalt zu berichten. Montag geht's wieder fuer einen Tag nach Soweto, Dienstag dann zurueck und Mittwoch starte ich in meinen dreiwoechigen Traumurlaub. Mit dem Auto geht es quer durch Suedafrika bis nach Kapstadt, einen schoeneren Abschluss kann man sich glaube ich nicht wuenschen. Ich hoffe mich bis dahin nochmal melden zu koennen...
Ansonsten hoffe ich, dass Emma euch alle in Ruhe gelassen hat! Fuer Maren sei erwaehnt, dass es hier mit 23 Grad heute etwas kuehler war als sonst, was sehr angenehm war!
Wuensche euch allen ein schoenes Wochenende, viele Gruesse nach Deutschland!
Ratze
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